45 Zitate und 6 Gedichte über Jüngstes Gericht.

Seite: 2

Am Ende stellt sich die Frage: Was hast du aus deinem Leben gemacht? Was du dann wünschst, getan zu haben, das tue jetzt.

Erasmus von Rotterdam (1469 - 1536), holländischer Theologe, Philologe und Humanist, nannte sich Desiderius Erasmus, eigentlich Gerhard Gerhards

Vom Jüngsten Tage

Tag der Rache, Tag voll Bangen,
Schaust die Welt in Glut zergangen,
Wie Sybill und David sangen.
Welch Entsetzen wird da walten,
Wenn der Richter kommt zu schalten,
Streng mit uns Gericht zu halten!
Die Posaun' im Wundertone
Sprengt die Gräber jeder Zone,
Fordert alle hin zum Throne.
Staunend sehen Tod und Leben
Sich die Kreatur erheben,
Rechenschaft dem Herrn zu geben.
Und ein Buch wird aufgeschlagen,
Da ist alles eingetragen,
Welt, daraus dich zu verklagen.
Sitzt der Richter dann und richtet,
Wird, was dunkel war, gelichtet,
Keine Schuld bleibt ungeschlichtet.
Ach, was werd ich Armer sagen,
Wessen Schutz und Rat erfragen,
Da Gerechte selber zagen?
König, furchtbar hoch erhaben,
Frei sind deiner Gnade Gaben:
Wolle, Gnadenbronn, mich laben!
Frommer Jesu, denk in Gnaden,
Ziel einst war ich deinen Pfaden:
Wende jenes Tags den Schaden.
Sankst du doch für mich zur Erden,
Trugst für mich am Kreuz Beschwerden:
Laß dies Leid nicht unnütz werden.
Richter du gerechter Rache,
Übe Gnad in meiner Sache,
Eh der Rache Tag erwache.
Als ein Sünder seufz ich lange,
Rötlich färbt mir Schuld die Wange:
Schone, Herrgott, fleh ich bange.
Ledig sprachest du Marien,
Hast dem Schächer selbst verziehen
Hoffnung ist auch mir verliehen!
Zwar unwürdig ist mein Flehen,
Doch laß Gnade mild ergehen
Vor des ewgen Feuers Wehen.
Zu den Schafen laß mich fahren,
Ferne von der Böcke Scharren
Dir zur Rechten Raum gewahren.
Wenn die Bösen dann zur Linken
In die heißen Flammen sinken
Laß mir ewge Freude winken.
Mit zerknirschten Herzen wende
Ich im Staub zu dir die Hände:
Gönne mir ein selig Ende!

De die Iudicii

Dies irae, dies illa
solvet saeclum in favilla
teste David cum Sibylla.
Quantus tremor est futurus
quando index est venturus
cuncta stricte discussurus.
Tuba mirum sparget sonum
per sepulcra regionum
coget omnes ante thronum.
Mors stupebit et natura
cum resurget creatura
iudicanti responsura.
Liber scriptus proferetur
in quo totum continetur
unde mundus iudicetur.
Index ergo cum sedebit
quidquid latet, apparebit
nil inultum remanebit.
Quid sum miser tunc dicturus
quem patronum rogaturus?
dum vix iustus sit securus.
Rex temendae maiestatis
qui salvandos salvas gratis
salve me, fons pietatis.
Recordare, Iesu pie
qua sum causa tuae viae
ne me perdas illa die.
Quaerens me sedisti lassus
redemisti eruce passus
tantus labor not sit cassus.
Iuste iudex ultionis
donum fac remissionis
ante diem rationis.
Ingemiseo tanquam reus
culpa rubet vultus meus
supplicanti parce, deus.
Que Mariam absolviesti
et latronem exaudisti
mihi quoque spem dedisti.
Preces meae non sunt dignae
set tu bonus fac benigne
ne perenni eremer igne.
Inter oves locum praesta
et ab hoedis me sequestra
statuens me in parte dextra.
Confutatis maledictis
flammis acribus addictis
voca me um benedictigs.
Oro supplex et acclinis
cor contritum quasi cinis
gere curam mei finis.

Thomas von Celano (um 1190 - 1260), Freund und Biograph von Franz von Assisi, der mittelalterliche Hymnus über das Jüngste Gericht (Dies irae) wird ihm traditionell zugeschrieben, seine Autorschaft ist allerdings umstritten

Es kommt die Stunde und ist schon jetzt, dass die Toten hören werden die Stimme des Sohnes Gottes, und die sie hören werden, die werden leben.

Bibel Griechisch tà biblia, Die Bücher, Buch der Bücher, Heilige Schrift, das Wort Gottes, durch Kirchenvater Chrysostomus im 4. Jh. eingeführter Name des Religionsbuches der Christenheit. Der Text folgt der Lutherbibel, revidierter Text 1984, durchgesehene Ausgabe, © 1999 Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des Verlags

Quelle: Neues Testament. Das Evangelium nach Johannes (#Joh 5,25)