45 Zitate und 6 Gedichte über Jüngstes Gericht.

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Ob legal oder nicht, es kommt auf den Gesetzgeber an – spätestens auf das jüngste Gericht.

© Michael Marie Jung (*1940), Professor, deutscher Hochschullehrer, Führungskräftetrainer, Coach und Wortspieler

Quelle: Jung, nachdenklich, nagelneue Aphorismen und frisch gekloppte Sprüche, Books on Demand 2006

Es kömmt mancher auf der Welt unbevogtet davon, aber vor Gott wird er als ungetreuer Haushalter büßen müssen.

Jeremias Gotthelf (1797 - 1854), eigentlich Albert Bitzius, Schweizer Pfarrer und Erzähler

Quelle: Keller (Hg.), Ein Gotthelf-Wort für jeden Tag. Ausgewählt und zusammengestellt von Helene Keller, Bern 1935

Welch ein Graus wird sein und Zagen,
Wenn der Richter kommt, mit Fragen
Streng zu prüfen alle Klagen!

Und ein Buch wird aufgeschlagen,
Treu darin ist eingetragen
Jede Schuld aus andern Tagen.

Sitzt der Richter dann und richtet,
Wird auch Heimliches gelichtet,
Keine Schuld bleibt ungeschlichtet.

Thomas von Celano (um 1190 - 1260), Freund und Biograph von Franz von Assisi, der mittelalterliche Hymnus über das Jüngste Gericht (Dies irae) wird ihm traditionell zugeschrieben, seine Autorschaft ist allerdings umstritten

Quelle: Celano, Dies irae – Tag des Zorns, fand ab dem 14. Jahrhundert Eingang in das Requiem, und wurde durch das Konzil von Trient (1545–1563) als fester Bestandteil der Totenmesse bestätigt

Von hundert Menschen, die verloren gehen, werden neunundneunzig der Unzucht wegen verdammt, und der hundertste ist auch noch nicht frei davon.

Alfonso Maria de Liguori (1696 - 1787), Alfonso Maria de’ Liguori, latinisiert Alphons(us) Maria de Ligorio, italienischer Jurist, Moraltheologe, Bischof und Ordensgründer (Redemptoristen), der 1871 heiliggesprochen und zum Kirchenlehrer erhoben wurde

Und ein Buch wird aufgeschlagen,
treu darin ist eingetragen,
jede Schuld aus Erdentagen.

Thomas von Celano (um 1190 - 1260), Freund und Biograph von Franz von Assisi, der mittelalterliche Hymnus über das Jüngste Gericht (Dies irae) wird ihm traditionell zugeschrieben, seine Autorschaft ist allerdings umstritten

Quelle: Celano, Dies irae – Tag des Zorns, fand ab dem 14. Jahrhundert Eingang in das Requiem, und wurde durch das Konzil von Trient (1545–1563) als fester Bestandteil der Totenmesse bestätigt

Ach Gott, denn möt ick ja hüt noch mit den Hundsfott tausahm for de Himmelsdör stahn!

Magdalena Dorothea (1737 - 1818), Mutter des Malers Philipp Otto Runge

Auf dem Sterbebett, als sie erfuhr, dass kurz vor ihr ein Nachbar verstorben sei, der einen sehr schlechten Ruf hatte

Er brenzelt schon nach dem Jüngsten Tage.

Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Quelle: Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Was wir das »Göttliche Gericht« nennen, ist nichts anderes als die Idee des Menschen, was er tun würde, wenn er Gott wäre.

Elbert Hubbard (1856 - 1915 (auf der Lusitania)), Elbert Green Hubbard, amerikanischer Schriftsteller, Essayist, Philosoph und Verleger