8 Aphorismen über Jasager.

Jasager tarnen sich neuerdings mit dem Sätzlein: "Da sage ich nicht nein."

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, Zwischenrufe, BoD 2000

Und, alles in allem und Großen: ich will irgendwann einmal nur noch ein Ja-sagender sein!

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887)

Mit Mitmenschen, die uns in allem zustimmen, kann irgendetwas nicht stimmen.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, Wegweiser, 2005

Gegen die Nebenwirkungen des Ja-Sagens hilft nur der Schlaf.

© Billy (*1932), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Aphoretum – Gesammelte Aphorismen, 2010

Normalerweise sind für mich Mitläufer ganz traurige Phänomene.

© Regine Hildebrandt (1941 - 2001), deutsche Politikerin, war von 1990 - 1999 Ministerin für Arbeit und Soziales in Brandenburg, durch ihre Glaubwürdigkeit und ihren engagierten Einsatz auf sozialem Gebiet sehr populär, galt sie als ›Mutter Courage des Ostens‹.
Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Jörg Hildebrandt

Die immer Ja-aber sagen, sind öfter mal auf der Suche
nach der Ausflucht als nach der Wahrheit.

© Paul Mommertz (*1930), deutscher Schriftsteller, Autor von Drehbüchern, Bühnenstücken und Hörspielen

Quelle: Mommertz, Sichtwechsel. Aphorismen über Menschen und Meinungen, 2005

Wie oft sagt man „ja“, damit man dazugehört.

© Werner Hadulla (*1926), Journalist, Radio- und Fernsehautor.

Quelle: Hadulla, Aphorismen, ja es gibt gute Menschen ..., Verlag edition viva, 2013