135 Zitate und 1 Gedicht über Journalismus.

Seite: 2

Zeitungsschreiber leben auf den Flügeln der Zeit und von der Zeit und sind Politiker, die in den Augen des gemeinen Mannes auch dafür gelten.

Karl Julius Weber (1767 - 1832), deutscher Jurist, Privatgelehrter und Schriftsteller

Quelle: Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-1840. Die Zeitungen und Zeitschriften oder Journale

Das Leben damit zubringen, Worte zu machen, überlasse man Journalisten.

Michel de Montaigne (1533 - 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

Der Arzt und der Journalist haben etwas Gemeinsames: der eine wie der andere diagnostizieren und charakterisieren Krankheiten.

Maxim Gorki (1868 - 1936), eigentlich Alexej Maximowitsch Peschkow, russischer Erzähler und Dramatiker

Quelle: Gorki, Über die bürgerliche Presse, 1930 (unvollendet)

Keine Gedanken haben und unfähig sein, sie auszudrücken: das ist Journalismus.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Geständnis eines Journalisten oder Schriftstellers: "Wenn ich etwas anderes tun könnte als schreiben, würde ich es tun."

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

Die meisten Journalisten sind Phraseure, und die wenigen, die es nicht sind, sind Friseure.

© Ulrich Erckenbrecht (*1947), deutscher Schriftsteller und Aphoristiker (Pseudonym: Hans Ritz)

Quelle: Erckenbrecht, Divertimenti. Wortspiele, Sprachspiele, Gedankenspiele, Muriverlag 1999