55 Aphorismen und 3 Gedichte über Jung.

Man bleibt jung, so lange man noch lernen, neue Gewohnheiten annehmen und Widerspruch ertragen kann.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Man kann einem jungen Menschen keine größere Wohltat erweisen, als wenn man ihn zeitig in die Bestimmung seines Lebens einweiht.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 1. Buch, 11. Kap., der alte Meister zu Werner

Man ist in dem Maße jung, als man empfänglich bleibt für die Freuden der Jugend.

Carl Ludwig Schleich (1859 - 1922), deutscher Arzt, Erfinder der Anästhesie und Schriftsteller

Quelle: Schleich, Erlebtes, Erdachtes, Erstrebtes, H. Fikentscher Verlag, Leipzig 1928

Die Presse ist eine Schule der Verdummung,
weil sie vom Denken entbindet.

Gustave Flaubert (1821 - 1880), französischer Erzähler und Novellist

Quelle: Flaubert, Briefe. An George Sand, 5. September 1873