111 Zitate und 6 Gedichte über Klerus.

Seite: 2

Von denen, die dazu ersehen,
Des Himmels Segen zu erflehen,
War selten einer ernstgelehrt,
Viel öfter hitzig und verkehrt.
Doch glückt's den meisten zu verhüllen,
Wie Stolz und Habgier sie erfüllen.

Wenn nur das Mindeste geschah,
Worin man eine Schädigung sah,
Sogleich erhob man ein Gezeter:
"Wo ist die Tugend hin, ihr Götter!"
Merkur ergötzte dieser Streit,
Die andern nannten's Albernheit.

Bernard de Mandeville (1670 - 1733), englischer Arzt und Philosoph, wandte sich mit der kontrovers diskutierten Satire »Bienenfabel« (1714) gegen den Idealismus von Anthony Shaftesbury, indem er die fördernde Kraft des menschlichen Eigennutzes (z.B. in der Wirtschaft) nachzuweisen suchte

Quelle: Mandeville, Die Bienenfabel oder Private Laster, öffentliche Vorteile (The Fable of the Bees: or, Private Vices, Public Benefits), 1714

Ich plädiere dafür, daß alle Mägde, die den Trieben des Klerus zu Diensten waren, heiliggesprochen werden!

© Manfred Poisel (*1944), deutscher Werbetexter, »Sprach-Juan« und »Verbanova«

Quelle: Poisel, Küßchen vom Mann im Mond. Der Mensch & die Liebe, Frieling Verlag Berlin 2001

Aber Leib und Gebein ist nicht zum besten verwahret,
Wenn die geistliche Hand der weltlichen Zügel sich anmaßt.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Hermann und Dorothea. Versepos, 1797. Klio. Das Zeitalter