148 Zitate und 7 Gedichte über Kraft.

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Kraft sonder Klugheit stürzet durch eigene Last;
Kraft, die sich mäßigt, schwingen die Götter auch
Zum Größern; doch sie hassen Kräfte,
Die nach Verbrechen nur stehn und Greuel.

Horaz (65 - 8 v. Chr.), eigentlich Quintus Horatius Flaccus, römischer Satiriker und Dichter

Quelle: Horaz, Oden. Übers. von F. A. Eschen, Orell Füssli, Zürich 1800. Übersetzt von Johann Heinrich Voß.
Originaltext

Die Schwäche der Kraft besteht darin, nur an die Kraft zu glauben.

Paul Valéry (1871 - 1945), franz. Lyriker, Philosoph und Essayist

Quelle: Valéry, Mauvaises pensées et autres, 1941. Übers. Aphorismen.de

So nur besitzen große Kräfte Glanz und Ruhm, wenn sie die Macht zu heilen besitzen.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Von der Gnade. An den Kaiser Nero (De Clementia), alternative deutsche Titel hierfür auch "Über die Milde" und "Über die Güte". I, 3. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Ita enim magnae vires decori gloriaeque sunt, si illis salutaris potentia est

Denn wir sind glücklich, wenn wir unsere Kraft spüren.

Charles-Ferdinand Ramuz (1878 - 1947), bedeutender französischsprachiger Schweizer Schriftsteller, Lyriker und Künstler

Quelle: Ramuz, Die Herrschaft des Bösen (Le règne de l'esprit malin), 1917. Chapitre IV, III