261 Zitate und 1 Gedicht über Kultur.

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Die Deutschen sitzen an der Tafel einer Kultur, bei denen Prahlhans Küchenmeister ist.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Sprüche und Widersprüche, 1909

Wenn die Kultur ausartet, so geht sie in eine weit bösartigere Verderbniß über, als die Barbarey je erfahren kann. Der sinnliche Mensch kann nicht tiefer als zum Thier herabstürzen; fällt aber der aufgeklärte, so fällt er bis zum Teuflischen herab, und treibt ein ruchloses Spiel mit dem heiligsten der Menschheit.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, F., Briefe. An den Herzog Friedrich Christian von Augustenburg, 13. Juli 1793

Die Kultur: Gras, das immer wieder niedergetreten wird und sich wieder aufrichtet.

Robert Musil (1880 - 1942), seit 1918 auch Robert Edler von Musil, österreichischer Novellist, Dramatiker und Aphoristiker

Zugeschrieben

Die Kultur ist das Gespenst, das vom Geist übrig geblieben ist.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Wir Kleindenker – Ein Plädoyer für die Einfalt und Vielfalt des Denkens, Books on Demand 2006

Je höher die Cultur, desto ehrenvoller die Arbeit.

Wilhelm Roscher (1817 - 1894), deutscher Nationalökonom, königlich sächsischer Hofrat und Professor

Quelle: Roscher, Die Grundlagen der Nationalökonomie, 1897

Kultur ist schon lange nur noch der Versuch, den Niedergang der Kultur aufzuhalten.

© Markus M. Ronner (*1938), Schweizer Theologe, Autor und Aphoristiker

Quelle: Ronner, Zitaten-Lexikon des 20. Jahrhunderts, Carta 1998 (2. Auflage: Orell Füssli 2003)