91 Zitate und 1 Gedicht über Lärm.

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Warum ist dir ein andauerndes Geräusch weniger störend wenn es von einem Strome als wenn es von einer Maschine kommt? [...] Du bist keine Minute sicher, daß das jetzt aufhören kann, und das macht unruhig.

Berthold Auerbach (1812 - 1882), eigentlich Moses Baruch Auerbacher, deutscher liberaler Kulturpolitiker und Schriftsteller

Quelle: Auerbach, Tausend Gedanken des Collaborators. Aphorismen, 1875

An einem bunten Badestrand,
da ist am schweigsamsten der Sand.

© Erhard Horst Bellermann (*1937), deutscher Bauingenieur, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Bellermann, Gedankenflut mit Tiefgang, Engelsdorfer Verlag 2010

An jedem Ort der Weise lehrt:
Mehr als das Laute ist das Leise wert.

© Sigbert Latzel (*1931), Dr. phil., Germanist, Philosoph, Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Latzel, Mit dem Kopf geschüttelt. Schüttelreim-Epigramme, TRIGA Verlag, 1996

Der Lärm ist die Seele der Party-Musik.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Aphoretum – Gesammelte Aphorismen, 2010

Ist's dir zu laut? – oder bist du nur zu dicht dran?

© Michael Marie Jung (*1940), Professor, deutscher Hochschullehrer, Führungskräftetrainer, Coach und Wortspieler

Wer brüllt, hört nicht.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Lärm entsteht durch ständige Aufforderung zum Stillsein.

© Michael Richter (*1952), Dr. phil., deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker

Quelle: Richter, Wortschatz, Mitteldeutscher Verlag 2007

Gegen einen Ozean pfeift man nicht an.

Kurt Tucholsky (1890 - 1935, Freitod), Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel; dt. Schriftsteller, Journalist, Literatur- und Theaterkritiker der Zeitschrift "Die Schaubühne" (später umbenannt in "Die Weltbühne"), zählt zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik

Quelle: Tucholsky, Briefe. An Walter Hasenclever, 11. April 1933