91 Zitate und 1 Gedicht über Lärm.

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Es ist … bei allen großen Herren und Potentaten Sitte, ihre
Freude und ihre Trauer recht laut und deutlich zu begehen.

Wilhelm Hauff (1802 - 1827) deutscher Märchendichter und Romancier

Quelle: Hauff, Mittheilungen aus den Memoiren des Satan, 2 Bde., 1825/1826

Der Mensch geht in den Lärm der Menge, um den Schrei seines eigenen Schweigens zu übertäuben.

Rabindranath Tagore (1861 - 1941), in Bengali: Ravindranath Thakur, indischer Dichter und Philosoph, Nobelpreisträger für Literatur 1913

Der Mensch hat keine Ruhe, wenn er nicht lärmen kann.

Richard von Schaukal (1874 - 1942), österreichischer Lyriker und Essayist

Quelle: Merian (Hg.), Zu neuem Leben. 365 deutsche Gedanken und Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, 1933

Der Schall der Trommel kommt von ihrem hohlen Bauch.

Aus Persien

Quelle: Worte der Weisen aus allen Völkern und Zeiten, Gebrüder Körner, Stuttgart, 1886

Die schlimmste Lärmbelästigung in der Kommunikationsgesellschaft ist das Platzen von Sprechblasen.

© Heimito Nollé (*1970), Medienanalyst

Quelle: Nollé, Aussätzer. Aphorismen, Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer, Bochum 2014. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags. Wort.Hülsen

Lärm: Ein Gestank im Ohr. Ungezähmte Musik.
Haupterzeugnis und Kennzeichen der Zivilisation.

Ambrose Gwinnett Bierce (1842 - 1914), genannt Bitter Pierce, US-amerikanischer Journalist und Satiriker

Quelle: Bierce, Des Teufels Wörterbuch (The Cynic's Word Book), 1906 (1909 als »Devil’s Dictionary« in ›Collected Works‹, Vol. 7)