4905 Zitate und 542 Gedichte über Leben.

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Das Leben teilt sich in drei Zeitabschnitte: in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Davon ist die Gegenwart, in der wir handeln, kurz und was wir zukünftig tun werden, unsicher – nur was wir getan haben, ist sicher.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 10. Kapitel, Übers. Aphorismen.de
Originaltext: In tria tempora vita dividitur: quod fuit, quod est, quod futurum est. ex his quod agimus, breve est; quod acturi sumus, dubium; quod egimus, certum

Die stärkste Freude des Lebens ist die schwache Freude der Illusion.

Giacomo Leopardi (1798 - 1837), ital. Dichter, Essayist und Philologe, bedeutender Erneuerer der italienischen Literatursprache

Quelle: Leopardi, Zibaldone di pensieri, 1827-1832, volume secondo. Ausgewählt und hg. v. Anna Maria Moroni, Edizione Oscar Classici, Mondadori, Milano 1937. Übers. Aphorismen.de

Ob die Welt wächst oder vergeht, hängt von jedem einzelnen Menschen ab.

Gu Yanwu (1613 - 1682), eigentlich Gu Jiang, auch unter dem Pseudonym Gu Tinglin bekannt, chinesischer Universalgelehrter

Das Leben – vor allem im Alter – ist eine Todesahnung.

© Rupert Schützbach (*1933), deutscher Aphoristiker und Epigrammdichter

Quelle: Schützbach, SpruchSprudel. Aphorismen, Edition Toni Pongratz, 2016. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags