4918 Zitate und 544 Gedichte über Leben.

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Jedem kann zustoßen, was irgendeinem zustoßen kann.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 11. Kapitel. Übers. Aporismen.de
Originaltext: Cuivis potest accidere quo cuiquam potest

Die Einsamkeit wird die Abneigung gegen die Menge heilen, die Menge aber den Überdruss an Einsamkeit.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 17. Kapitel. Übers. Aporismen.de
Originaltext: Odium turbae sanabit solitudo, taedium solitudinis turba

Die stärkste Freude des Lebens ist die schwache Freude der Illusion.

Giacomo Leopardi (1798 - 1837), ital. Dichter, Essayist und Philologe, bedeutender Erneuerer der italienischen Literatursprache

Quelle: Leopardi, Zibaldone di pensieri, 1827-1832, volume secondo. Ausgewählt und hg. v. Anna Maria Moroni, Edizione Oscar Classici, Mondadori, Milano 1937. Übers. Aphorismen.de

Ob die Welt wächst oder vergeht, hängt von jedem einzelnen Menschen ab.

Gu Yanwu (1613 - 1682), eigentlich Gu Jiang, auch unter dem Pseudonym Gu Tinglin bekannt, chinesischer Universalgelehrter

Dieses Lebens Folterbank …

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Friedrich, Gedichte. Aus: Totenfeier am Grabe Philipp Friederich von Riegers, 1782

Ein großer Teil des Lebens vergeht, wenn man Schlechtes tut, der größte Teil, wenn man nichts tut, das ganze Leben jedoch entgleitet, wenn man irgendetwas tut.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 1. Brief. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Magna pars vitae elabitur male agentibus, maxima nihil agentibus, tota vita aliud agentibus

Das Leben – vor allem im Alter – ist eine Todesahnung.

© Rupert Schützbach (*1933), deutscher Aphoristiker und Epigrammdichter

Quelle: Schützbach, SpruchSprudel. Aphorismen, Edition Toni Pongratz, 2016. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags