4924 Zitate und 544 Gedichte über Leben.

Seite: 547

Wir quälen uns mit Zukünftigem und Vergangenem.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 5. Brief. Übers. Aphorismen.de
Originaletxt: Nos et venturo torquemur et praeterito

Erinnerung bringt die Pein der Furcht zurück, die Voraussicht nimmt sie vorweg; niemand ist unglücklich allein wegen der Gegenwart.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 5. Brief. Übers. Aphorismen.de
Originaletxt: Timoris enim tormentum memoria reducit, providentia anticipat; nemo tantum praesentibus miser est

Nachteilig ist der Umgang mit vielen.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 7. Brief. Übers. Aphorismen.de
Originaletxt: Inimica est multorum conversatio

Ein Leben, das nicht zu einem passt, ist ein verpasstes Leben.

© Gerhard Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe und Aphoristiker

Quelle: Uhlenbruck, Notizen voller Spitzen. Aphoristische Sprüche: Wortspiele mit dem Sprachwitz, Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer, 2016. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags

Alles Leben ist Raub.

Friedrich Hebbel (1813 - 1863), Christian Friedrich Hebbel, deutscher Dramatiker und Lyriker

Quelle: Hebbel, Gedichte. Aus: Dem Schmerz sein Recht. 10. Unergründlicher Schmerz, 1841

Trotzdem

Manchmal vom Regal der Wand
hol ich meinen Schopenhauer,
einen ›Kerker voller Trauer‹
hat er dieses Sein genannt.

So er recht hat, ich verlor
nichts: in Kerkereinsamkeiten
weck ich meiner Seelen Saiten
glücklich wie einst Dalibor.

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, österreichischer Erzähler und Lyriker

Quelle: Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Larenopfer (1895)