176 Zitate und 10 Gedichte über Lebenskunst.

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Es spielt keine Rolle, ob man früher oder später stirbt, aber es ist von Bedeutung, ob man gut oder schlecht stirbt. Gut zu sterben aber heißt, der Gefahr eines schlechten Lebens zu entgehen.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 70. Brief. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Citius mori aut tardius ad rem non pertinet, bene mori aut male ad rem pertinet; bene autem mori est effugere male vivendi periculum

Denke daran, den Neid, der aufgrund allzu großer Prachtentfaltung entsteht, zu vermeiden: Wenn er dir auch nicht schadet, so ist es doch lästig, ihn zu ertragen.

Disticha Catonis „Distichen Catos“, früher auch Dicta Catonis „Sprüche Catos“, lateinische Sammlung ethischer Vorschriften von unbekannter Autorschaft. Entstanden im 3. oder 4. Jhdt. n. Chr. Wurde dem älteren Cato zugeschrieben, weil sein Name den Inbegriff moralischer Autorität verkörperte

Quelle: Pseudo-Cato, Disticha Catonis. 2.13. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Invidiam nimio cultu vitare memento; quae sinon laedit, tamen hanc sufferre molestum

Wer Fülle sucht, muss Stille finden.

© Stefan Hölscher (*1965), studierter Philosoph, Literaturwissenschaftler und Psychologe, Managementberater, Moderator, Autor und Lyriker