64 Zitate und 2 Gedichte über Leichtsinn.

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Heutzutage machen die Leichtsinnigen ihr Glück; die Narren sind voller Vernunft. Sie erinnern mich an jenen Laden, auf dessen Schild stand: Au Carneval de Venice; und drinnen wurden wollene Hauben verkauft.

Jules und Edmond Huot de Goncourt (Jules: 1830 - 1870, Edmond: 1822 - 1896), französische Sozialromanciers, Kunstsammler, Kunst- und Kulturhistoriker, schrieben ihre Bücher gemeinsam, Edmond stiftete den Prix Goncourt

Quelle: Goncourt, Ideen und Impressionen, autorisierte Übersetzung von Poeschel & Trepte, Leipzig 1904

Du wirst nicht leicht einen finden, der bei geöffneter Tür leben könnte.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 43. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)
Originaltext: Vix quemquam invenies qui possit aperto ostio vivere

Die böse Welt sagt's und die gute glaubt's.

Unbekannt

Quelle: Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Das allerschlimmste was man der Jugend lehren kann ist der Leichtsinn. Denn er ist es, der jene Lüste großzieht, aus denen die Lasterhaftigkeit erwächst.

Demokrit (460 - 370 v. Chr.), griechischer Naturphilosoph

Quelle: Diels/Kranz (Hg.), Die Fragmente der Vorsokratiker, hg. von Hermann Diels und Walther Kranz, 3 Bde., Berlin 1903-1910. 178.

Aus Vorsatz hast du nie, aus Leichtsinn stets gefehlt.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Die Laune des Verliebten, entstanden 1767/68, Erstdruck 1806. 3. Szene, Eridon

Mancher Leichtfuß sinkt tief.

© Sigbert Latzel (*1931), Dr. phil., Germanist, Philosoph, Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Latzel, Gedankentreibsand. Aphorismen, 2008

Der Leichtsinn ist ein Schwimmgürtel für den Strom des Lebens.

Ludwig Börne (1786 - 1837), Carl Ludwig Börne, deutscher Journalist, eigentlich Juda Löb Baruch, Literatur- und Theaterkritiker

Quelle: Börne, Gesammelte Schriften. Neue vollständige Ausgabe, Hamburg und Frankfurt a. M. 1862. Aphorismen und Miszellen