361 Zitate und 6 Gedichte über Lesen.

Langeweile; die Schwierigkeit, ein Land fremder Phantasie mit eignen Gedanken zu bevölkern – … dies allein ist: lesen. …

Kurt Tucholsky (1890 - 1935 (Freitod)), Pseudonyme: Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel; dt. Schriftsteller, Journalist, Literatur- und Theaterkritiker der Zeitschrift "Die Schaubühne" (später umbenannt in "Die Weltbühne"), zählt zu den bedeutendsten Publizisten der Weimarer Republik

Quelle: Tucholsky, Werke 1907-1935. Anonyme Briefe, in: Die Weltbühne, 26.03.1929, Nr. 13 (Peter Panter)

Das wenigste, das man liest, kann man brauchen; aber das meiste, das man braucht, hat man gelesen.

© Ernst R. Hauschka (1926 - 2012), Dr. phil., deutscher Aphoristiker, Lyriker, Essayist und Bibliothekar

Quelle: Hauschka, Vom Sinn und Unsinn des Lesens. 100 Aphorismen, 1982

Lesen heißt in die Schulklasse oder den Armensäckel einsammeln, Schreiben heißt eine Münzstätte anlegen; aber der Prägstock macht reicher als der Klingelbeutel.

Jean Paul (1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Quelle: Jean Paul, Selberlebensbeschreibung, entstanden 1818/19, Erstdruck 1826. Dritte Vorlesung