349 Zitate und 6 Gedichte über Lesen.

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Die Bücher, die man im Laufe seines Lebens lesen kann, belaufen sich – nach einer Berechnung von Arno Schmidt – auf wenige Tausend. Der Rest ist Schweigen, ein fortwährend anschwellendes Unwissen.

© Elmar Schenkel (*1953), Anglist, Autor, Übersetzer, Maler

Quelle: Schenkel, Die Stille und der Wolf. Essays,
persona verlag Lisette Buchholz 2014.
Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags

Der Durchschuß zwischen den Zeilen ist als
Notausgang für den Leser gedacht.

© Ernst R. Hauschka (1926 - 2012), Dr. phil., deutscher Aphoristiker, Lyriker, Essayist und Bibliothekar

Quelle: Hauschka, Keine Leser sind des Dichters Tod. 100 Aphorismen, 1992

Jeder Leser verändert ein Buch.

© Horst A. Bruder (*1949), Bankkaufmann

Quelle: Bruder, DruckStellen, Universitätsverlag Dr. N. Brockmeyer 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags

Langsames Lesen: die Worte beim Wort nehmen, sie wiegen, den Stimmungen von Sätzen und Zeilen nachgehen, sie auf Assoziationen aller Art abklopfen, nach Echos suchen. Philologie wird damit zu einer Verweigerung von Hast.

© Elmar Schenkel (*1953), Anglist, Autor, Übersetzer, Maler

Quelle: Schenkel, Die Wörter in der Troposphäre. Essays zur Literatur, Reihe Kritische Wälder Nr. 3, hg. v. Klaus Isele in Zusammenarbeit mit Ars Littera. Books on Demand, Norderstedt 2015. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags