353 Zitate und 6 Gedichte über Lesen.

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Entweder der Leser muß warm werden wie der Held, oder der Held wie der Leser erkalten.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Der Verbrecher aus verlorener Ehre, 1786. Erstdruck unter dem Titel »Verbrecher aus Infamie. Eine wahre Geschichte« in: Thalia (Leipzig), 2. Jg., 1786, Heft 2

Es gibt noch Menschen, die zuhören, noch solche, die lesen können!

Plinius der Jüngere (um 61 - um 113), Gaius Plinius Caecilius Secundus, römischer Politiker und Schriftsteller, von seinem Onkel Plinius dem Älteren adoptiert

Quelle: Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch IV, Brief 16: C. Plinius [Valerio] Paulino Suo S. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Sunt, qui audiant, sunt, qui legent

Tagesbeginn
Zeitungslektüre
beim Morgenrot
ist Wort-Konfitüre
aufs Frühstücksbrot.

© Rupert Schützbach (*1933), deutscher Aphoristiker und Epigrammdichter

Quelle: Schützbach, GutmenschMasken. Epigramme und Aphorismen, Edition Töpfl, 2013. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags

Lesen ohne zu verstehen nämlich ist Achtlosigkeit.

Disticha Catonis „Distichen Catos“, früher auch Dicta Catonis „Sprüche Catos“, lateinische Sammlung ethischer Vorschriften von unbekannter Autorschaft. Entstanden im 3. oder 4. Jhdt. n. Chr. Wurde dem älteren Cato zugeschrieben, weil sein Name den Inbegriff moralischer Autorität verkörperte

Quelle: Pseudo-Cato, Disticha Catonis. Praefatio. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Legere enim et non intellegere neglegere est

Wenig und gut lesen, ist großen Köpfen eigen.

Theodor Gottlieb von Hippel der Ältere (1741 - 1796), ostpreußischer Staatsmann, Schriftsteller und Sozialkritiker, Stadtpräsident von Königsberg, Freund Immanuel Kants

Quelle: Hippel, Lebensläufe nach aufsteigender Linie nebst Beylagen A, B, C, 1778-81

Leute, die viel auf der Straße lesen, lesen gemeiniglich nicht viel zu Hause.

Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus

Quelle: Lichtenberg, Sudelbuch VB (Verstreute Bemerkungen), Undatiert