6462 Zitate und 1930 Gedichte über Liebe.

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Hielt Liebe, trotz Leben, die Seele dir weich:
So bist du ein Ganzer, den Würdigsten gleich.

Thekla Skorra (1866 - 1943), deutsche jüdische Schriftstellerin und Redakteurin

Quelle: Skorra, Wovon mein Herz sich freigesungen, 1905. Aus: Idealistin

Die Liebe gleicht alles aus.

Albert Lortzing (1801 - 1851), deutscher Komponist, Meister der deutschen Spieloper des 19. Jahrhunderts; Kapellmeister in Leipzig, Wien und Berlin; »Zar und Zimmermann«

Quelle: Lortzing, Der Waffenschmied, uraufgeführt 1846. Erster Aufzug, dritter Auftritt. Graf

Das Wesen der Freundschaft können wir ermessen, es wurzelt in der Zuneigung der Gesinnungen, aber die Magie der Liebe ist durch keinerlei Vernunftgründe erklärbar.

Grete Meisel-Heß (1879 - 1922), verheiratete Gellert, österreichische Schriftstellerin

Quelle: Meisel-Heß, Die sexuelle Krise. Eine sozialpsychologische Untersuchung, 1909. Das Dämonium der Liebe

Aber in der Liebe hat man weder Vater noch Mutter! Da bin ich mein eigner Herr!

Johann Martin Miller (1750 - 1814), deutscher Erzähler und Lyriker, Mitbegründer des »Göttinger Hain«

Quelle: Miller, Siegwart. Eine Klostergeschichte, 1776. Erster Teil

Warnung

Ja, ich gestehe mir es mit Entzücken,
Ich bin dir hingegeben:
Doch, süßer Freund, bewahr' es wie dein Leben.

Der Lieb' ist nichts so eigen,
Als sich mit holder Schüchternheit umschleiern.
Hat sie schon nicht zu sorgen,
Und dürfte kühn sich zeigen,
Will sie geheim doch ihre Weihe feiern
Und bricht der helle Morgen
Auf günst'ge Schatten ein, die sie verborgen
So wird verstört, mit Beben,
Auch ihrer Träume zartester entschweben.

Ich scheue nicht das Necken
Gespitzter Zungen, noch des Pöbels Tadel.
Das wollt' ich muthig leiden
Uns aller Welt entdecken,
Stolz auf die Wahl und meines Herzens Adel.
Allein von diesen Freuden
Beneid' ich Andern selber das Beneiden,
Kein fremder Sinn soll streben,
Zur Ahndung unsers Glücks sich zu erheben.

Wohl muß es bitter schmerzen,
Erlischt, in des Vergeßens Strom getauchet,
Der Liebe schönes Glühen.
Doch wenn aus stillem Herzen
Du von den Lippen erst das Wort gehauchet,
Kannst du's zurück nicht ziehen:
Drum werde nimmer dem Verrath verziehen;
Vergeßen sei vergeben,
Wenn neue Wünsche seinen Schlaf beleben.

Es drängen sich die Seelen
Der Liebenden im Blick an's Licht der Sonne,
Wie hinter Schloß und Riegel;
Sie innigst zu vermählen,
Erschließet erst der Kuß das Thor der Wonne,
Und löset ihre Flügel.
Jetzt aber sei dir dieser Kuß als Siegel
Des Schweigens mitgegeben,
Das keine Macht vermöge wegzuheben.

August Wilhelm von Schlegel (1767 - 1845), deutscher Philosoph und Schriftsteller. Zusammen mit seinem Bruder Friedrich Schlegel gilt er als Mitbegründer der deutschen Romantik

Quelle: Schlegel, A. W., Gedichte. Entstanden 1799, Erstdruck 1800

Liebe: zwei im Fliegen zu neuem Leben Geeinte.

Peter Hille (1854 - 1904), deutscher sozialistischer Dichter, Aphoristiker und mystischer Träumer

Quelle: Hille, Gestalten und Aphorismen, in: Gesammelte Werke von Peter Hille, Band 2, Hg. von seinen Freunden 1904 (posthum)