361 Zitate und 14 Gedichte über Lob.

Seite: 38

Ein einziges analytisches Wort, auch zum Lobe, kann den vortrefflichsten witzigen Einfall, dessen Flamme nun erst wärmen sollte, nachdem sie geglänzt hat, unmittelbar löschen.

Friedrich von Schlegel (1772 - 1829), deutscher Kulturphilosoph, Schriftsteller und Literaturwissenschaftler. Mit seinem Bruder August Wilhelm Schlegel gilt er als Mitbegründer der deutschen Romantik

Quelle: Schlegel, F., Fragmentensammlungen. Kritische Fragmente, Erstdruck in: Lyceum der schönen Künste Berlin, 1. Bd., 2. Teil, 1797

Selbst wenn an einem Menschen kein einzigs gutes Haar ist, weiß er ihm doch einige Löckchen des Lobes anzukräuseln und den Kahlkopf unter dem Toupet der Phrase zu verbergen.

Heinrich Heine (1797 - 1856), eigentlich Harry Heine, deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons

Quelle: Heine, Lutetia. Berichte über Politik, Kunst und Volksleben, 1854. Zweiter Teil. Retrospektive Aufklärung, LXI. Originaltext

Nachdem wir aufgehört haben, lobenswerte Dinge zu tun, halten wir es für unangebracht, gelobt zu werden.

Plinius der Jüngere (um 61 - um 113), Gaius Plinius Caecilius Secundus, römischer Politiker und Schriftsteller, von seinem Onkel Plinius dem Älteren adoptiert

Quelle: Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch III, Brief 21: C. Plinius [Cornelio] Prisco Suo S. Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Nam, postquam desimus facere laudanda, laudari quoque ineptum putamus

Überhaupt lobt man nichts in angemessener Weise ohne einen Vergleich.

Plinius der Jüngere (um 61 - um 113), Gaius Plinius Caecilius Secundus, römischer Politiker und Schriftsteller, von seinem Onkel Plinius dem Älteren adoptiert

Quelle: Plinius der Jüngere, Lobrede auf den Kaiser Traian (Panegyricus). Übers. Aphorismen.de
Originaltext: Alioqui nihil non parum grate sine comparatione laudatur