35 Zitate über Mäßigkeit.

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Bei allen Dingen liebe die Mäßigung, eine Tugend, die schwerer ist, als sie scheint, aber notwendiger als irgend eine.

August von Platen-Hallermünde (1796 - 1835), geboren als Graf Karl August Georg Maximilian von Platen-Hallermund, deutscher Dramatiker, Theaterschriftsteller und Lyriker

Quelle: Platen, Lebensregeln. Hergestellt nach einer Handschrift von Hanns Thaddäus Hoyer, 1817

An jeden Ort, wohin du gehest,
Nimm deinen Maaßstab mit, zum Schmaus, zum Tanz, zum Spiel;
Und fügt sichs, daß du stille stehest,
Dann frage: War's zu viel?

Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719 - 1803), genannt »Vater Gleim«, deutscher Anakreonitiker, Epigramm- und Fabeldichter

Quelle: Gleim, Die goldnen Sprüche des Pythagoras. Aus dem Griechischen von Gleim, 1786

Die Mäßigkeit ist des Vergnügens Amme.

Friedrich Wilhelm Gotter (1746 - 1797), deutscher Lyriker, Dramatiker und Übersetzer, Begründer des "Göttinger Musenalmanach"

Alles, was des Übermaßes fähig ist, kann Quelle des Übels werden.

Sully Prudhomme (1839 - 1907), eigentlich René François Armand Prudhomme, französischer Notar und Lyriker, erster Nobelpreisträger für Literatur 1901

Quelle: Prudhomme, Intimes Tagebuch und Gedanken, Coron, Zürich, o.J.

Fast kein Mensch versteht, beim nahen Ziel seiner Bedürfnisse stillezustehn. Bei Wollust, Reichtum und Macht sackt er immer mehr auf, als er mit seinen Kräften tragen kann. Seine Gierigkeit ist keiner Mäßigung fähig.

Michel de Montaigne (1533 - 1592), eigentlich Michel Eyquem, Seigneur de Montaigne, französischer Philosoph und Essayist

Quelle: Montaigne, Gesammelte Schriften. Historisch-kritische Ausgabe, mit Einleitungen und Anmerkungen unter Zugrundelegung der Übertragung von J. J. C. Bode. Hrsg. von Otto Flake und Wilhelm Weigand. Bände 1-8, G. Müller, München, Leipzig 1908–1911. Essais. Was nützlich ist und was ehrlich