3189 Zitate und 101 Gedichte über Mann & Frau.

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In der Männer Herrschgebiete
Gilt der Stärke trotzig Recht.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Friedrich, Gedichte. Aus: Würde der Frauen, 1795

Wir wollen auch unser Teil fordern und verdienen an der großen Welt-Erlösung, welche der ganzen Menschheit, deren eine Hälfte wir sind, endlich werden muß.

Luise Otto-Peters (1819 - 1895), deutsche Schriftstellerin, Journalistin und Frauenrechtlerin, Mitbegründerin der deutschen Frauenbewegung

Quelle: Otto, Frauen-Zeitung, Leipzig 1849-50. Programm, 1849. Originaltext

Prolog

In Gemäldegalerien
Siehst du oft das Bild des Manns,
Der zum Kampfe wollte ziehen,
Wohlbewehrt mit Schild und Lanz'.

Doch ihn necken Amoretten,
Rauben Lanze ihm und Schwert,
Binden ihn mit Blumenketten,
Wie er auch sich mürrisch wehrt.

So, in holden Hindernissen,
Wind ich mich in Lust und Leid,
Während andre kämpfen müssen
In dem großen Kampf der Zeit.

Heinrich Heine (1797 - 1856), Christian Johann Heinrich Heine (Harry Heine), deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons

Quelle: Heine, H., Gedichte. Neue Gedichte, entst. zwischen 1824 und 1844, Erstdruck Hoffmann und Campe, Hamburg 1844

Die [Männer] sollen unsre natürlichen Beschützer sein; aber anschtatt offzupassen und uns zu beschützen, führen sie uns gradezu ins blaue Unglück 'nein!

Karl May (1842 - 1912), eigentlich Carl Friedrich May, Pseudonym Karl Hohenthal; dt. Jugendschriftsteller

Quelle: May, Der Ölprinz, Erstdruck 1893-94. Wörtliche Rede der Figur Rosalie Ebersbach

Kann die Seele des Menschen ein Geschlecht haben, wenn denn das Geschlecht nur zur Reproduktion dient?

© Savas Simsek (*1975), Diplom-Kaufmann, Philosoph und Aphoristiker

Quelle: Simsek, sententias. Sentenzen und Aphorismen, 2016

Denn das Äußerste zu wagen und ihm zu entgehen lieben oft die Frauen.

Gottfried Keller (1819 - 1890), Schweizer Dichter und Romanautor

Quelle: Keller, G., Gedichte. Aus: Stilles Abenteuer, in: Neuere Gedichte, 1851/54, dort unter dem Titel »Trochäen«

Alles vertreten die Herr'n, Bau'r, Bürger, Priester und Adel;
Uns, die ein jeder zertritt, leider vertritt uns kein Mensch.

Ludwig Gotthard Kosegarten (1758 - 1818), auch Gotthart Ludwig Kosegarten, Ludwig Theobul Kosegarten u. a.m., deutscher Pastor, Professor und Dichter

Quelle: Kosegarten, L. G., Gedichte. Die Sprüche. Entstanden zwischen 1775 und 1790

Zu Göttern schaffst du Menschen nie.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Friedrich, Gedichte. Aus: An einen Moralisten, 1782