411 Zitate und 11 Gedichte über Menschenkenntnis.

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Es ist schwer und gehört ein Grad von Cultur und Vollkommenheit dazu, die Menschen so zu nehmen und nicht mehr von ihnen zu verlangen, als in ihren Kräften steht.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Caroline von Wolzogen, Schillers Leben. Verfasst aus Erinnerungen der Familie, seinen eigenen Briefen und den Nachrichten seines Freundes Körner, 1830. Den 9. März (zit. von Christiana v. Wurmb). Originaltext

Beurteile die Menschen nicht nach dem, was sie reden, sondern nach dem, was sie tun. Aber wähle zu Deinen Beobachtungen solche Augenblicke, in welchen sie von Dir unbemerkt zu sein glauben.

Adolph Knigge (1752 - 1796), Adolph Franz Friedrich Ludwig Freiherr Knigge, deutscher Jurist, Beamter, Satiriker und Aufklärer

Quelle: Knigge, Über den Umgang mit Menschen, Erstdruck 1788, hier nach der 3. erw. Aufl. von 1790

Mancher ist doch besser, als man glaubt.

Willibald Alexis (1798 - 1871), eigentlich Georg Wilhelm Heinrich Haering »Häring«, deutscher Autor, Publizist und Jurist, machte sein Haus zu einem Treffpunkt des literarischen Berlin (Fouqué, Tieck, Fontane)

Quelle: Alexis, Ruhe ist die erste Bürgerpflicht, 1852. Gewetzte Degen

Malen kann jeder, geschickt sind viele, gescheit sind wenige, ein Mensch ist keiner.

Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Quelle: Busch, Eduards Traum, 1891

Wir verraten uns nicht damit, was wir begehren, sondern wie.

© Vytautas Karalius (*1931), litauischer Dichter, Aphoristiker und Übersetzer deutscher Lyrik

Quelle: Karalius, Flöhe in der Zwangsjacke. Aphorismen, Paradoxa, ironische Anspielungen, hg. und mit einem Nachwort versehen von Alexander Eilers, litblockín, Fernwald 2011. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis des Verlags