2069 Aphorismen und 105 Gedichte über Menschheit, Menschen.

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Die Menschen der alten Zeit sind auch die der neuen, aber die Menschen von gestern sind nicht die von heute.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Die Menschen sind entweder charmant oder langweilig. Es ist absurd, sie in gut und böse einzuteilen.

Oscar Wilde (1854 - 1900), eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

Quelle: Wilde, Lady Windermeres Fächer (Lady Windermere’s Fan: A Play About a Good Woman), 1892; in: Oscar Wildes Sämtliche Werke in deutscher Sprache. Neunter Band,
Wiener Verlag, Wien und Leipzig 1908

Gott schuf ihn, also laßt ihn für einen Menschen gelten.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Der Kaufmann von Venedig (The Merchant of Venice), um 1596-1598, Erstdruck 1600, erste deutsche Übers. von Christoph Martin Wieland 1763. Hier übers. von August Wilhelm Schlegel, Johann Friedrich Unger, Berlin 1799

Im Grunde ist dem Menschen nur der Zustand gemäß,
worin und wofür er geboren worden.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann und August von Goethe, 22. Februar 1824