2069 Aphorismen und 105 Gedichte über Menschheit, Menschen.

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Der Mensch ist zwar unheilig genug, aber die Menschheit in seiner Person muss ihm heilig sein.

Immanuel Kant (1724 - 1804), deutscher Philosoph

Quelle: Kant, Kritik der praktischen Vernunft, 1788. Erster Teil. Elementarlehre der reinen praktischen Vernunft

Aus so krummem Holze, als woraus der Mensch gemacht ist, kann nichts ganz Gerades gezimmert werden.

Immanuel Kant (1724 - 1804), deutscher Philosoph

Quelle: Kant, Idee zu einer allgemeinen Geschichte in weltbürgerlicher Absicht, 1784. Sechster Satz

Im Herzen steckt der Mensch, nicht im Kopf.

Arthur Schopenhauer (1788 - 1860), deutscher Philosoph

Quelle: Schopenhauer, Die Welt als Wille und Vorstellung, 1819
(mehrfach ergänzt, seit 1844 in zwei Bänden). Zweiter Band. Ergänzungen zum zweiten Buch. Kapitel 19. Vom Primat des Willens im Selbstbewusstsein

Einst wart ihr Affen, und auch jetzt noch ist der Mensch mehr Affe, als irgend ein Affe.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen. 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe 1892), Erstdruck 1883. Erster Teil. Zarathustras Vorrede

Dem Gott "Mensch" ist nichts heilig.

© Raymond Walden (*1945), Kosmopolit, Pazifist und Autor

Quelle: Walden, Sequenzen von Skepsis

Ecce homo

Ja! Ich weiß, woher ich stamme!
Ungesättigt gleich der Flamme
Glühe und verzehr’ ich mich.
Licht wird alles, was ich fasse,
Kohle alles, was ich lasse:
Flamme bin ich sicherlich.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887). Scherz, List und Rache. Vorspiel in deutschen Reimen