197 Zitate und 3 Gedichte über Misstrauen.

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Mißtrauen kommt nie zu früh, aber oft zu spät.

Johann Gottfried Seume (1763 - 1810), deutscher Schriftsteller, unternahm 1801/02 seine berühmte Fußreise nach Sizilien (»Spaziergang nach Syrakus«)

Quelle: Seume, Apokryphen, 1806/07; erster vollständiger Druck in: Prosaische und poetische Werke, Berlin 1869

Wir haben keinen Grund, gegen unsere Welt Mißtrauen zu haben, denn sie ist nicht gegen uns.

Rainer Maria Rilke (1875 - 1926), eigentlich René Karl Wilhelm Johann Josef Maria Rilke, österreichischer Erzähler und Lyriker; gilt als einer der bedeutendsten Dichter der literarischen Moderne

Quelle: Rilke, Briefe an einen jungen Dichter, 1903-1908. An Franz Xaver Kappus, 12. August 1904

Was uns daran hindert, unsere Freunde in's Innerste unseres Herzens blicken zu lassen, ist weniger das Mißtrauen, das wir in sie als in uns selbst setzen.

François de La Rochefoucauld (1613 - 1680), François VI. de La Rochefoucauld, franz. Offizier, Diplomat und Schriftsteller

Quelle: Rochefoucauld, Reflexionen und moralische Sentenzen (Réflexions ou sentences et maximes morales), 1665, endgültige Fassung 1678

Zu viel Vertrauen ist häufig eine Dummheit, zu viel Mißtrauen immer ein Unglück.

Jean Paul (1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Hüte dich vor allen Unternehmen, die neue Kleidung erfordern.

Henry David Thoreau (1817 - 1862), amerikanischer Schriftsteller und Philosoph

Quelle: Thoreau, Walden oder das Leben in den Wäldern (Walden. Or life in the Woods), 1854, deutsch von Wilhem Nobbe 1922