13 Zitate über Monarchie.

Die Vorliebe für die Monarchie gibt sich als ein Gesetz der menschlichen Natur, als die primitive Offenbarung des politischen Bildungstriebes kund.

Ignaz von Döllinger (1799 - 1890), deutscher katholischer Theologe und Kirchenhistoriker, lehnte 1870 das Dogma von der päpstlichen Unfehlbarkeit ab; wurde in der Folge 1871 exkommuniziert

Es ist schon in den alten Zeiten ein entsetzliches Bild, wenn man sich die Summe von Verzweiflung und Jammer vorstellt, welche das Zustandekommen z.B. der alten Weltmonarchien voraussetzte.

Jacob Burckhardt (1818 - 1897), Jacob Christoph Burckhardt, Schweizer Humanist und Kulturhistoriker mit Schwerpunkt auf Europas Kunstgeschichte

Quelle: Burckhardt, Weltgeschichtliche Betrachtungen, 1905 (posthum)

Jedermann wird als König geboren. Und die meisten sterben im Exil – wie so viele Könige.

Oscar Wilde (1854 - 1900), eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

Wir sind weit entfernt davon, der absoluten Monarchie zuzustreben; ich halte diese überhaupt für eine unmögliche Einrichtung, denn dann regiert entweder der Bureaukrat oder der Generaladjutant, oder irgend jemand, der das Geschäft nicht kennt.

Otto von Bismarck (1815 - 1898), Otto Eduard Leopold von Bismarck-Schönhausen, ab 1865 Graf von Bismarck-Schönhausen, ab 1871 Fürst von Bismarck, ab 1890 auch Herzog zu Lauenburg, preußisch-deutscher Staatsmann und 1. Reichskanzler

Quelle: Bismarck, Reden. Im Abgeordnetenhaus, am 24. Januar 1887

Kaiserball in Wien:
Rückfall in die Monarchie
für eine Nacht.

© Germund Fitzthum  (*1938), österreichischer Aphoristiker

Quelle: Fitzthum, Der Literat im Caféhaus, Selbstverlag, Wien 1980