28 Zitate und 6 Gedichte über Muse.

Wenn die Muse sich die phrygische Mütze aufsetzt, bekommt sie das Fieber und rast. Die kalten Umschläge der alten Frau Kritik helfen niemals; die Krankheit geht nur dann noch vorüber, wenn die Mütze abfällt.

Otto von Leixner (1847 - 1907), eigentlich Otto von Grünberg, deutscher Novellist, Dichter und Literaturgeschichtler

Quelle: Leixner, Aus meinem Zettelkasten. Sprüche aus dem Leben für das Leben, 1896

Die stille Weid' an dem, was wir bereiten,
Das ist der Lohn, den uns die Musen schenken!

Christian Friedrich Raßmann (1772 - 1831), deutscher Zeitungsherausgeber, Autor, Anthologist und Bibliograph

Quelle: Raßmann, Poetisches Lustwäldchen, 1818

Die Musen verlangen Einsamkeit, und nichts
verjagt sie eher als der Tumult.

Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Quelle: Lessing, Der junge Gelehrte, uraufgeführt 1747, veröffentlicht 1754

Die Muse küßt nur, wenn sie ein Kind will.

© Dr. phil. Michael Richter (*1952), deutscher Zeithistoriker

Quelle: Richter, Wortschatz, Mitteldeutscher Verlag Halle (Saale), 2007

Früher gab es Musentempel, jetzt gibt es Musentümpel.

Unbekannt

Quelle: Aus den Fliegenden Blättern, ersch. 1845-1928 bei Braun & Schneider, München. Originaltext

Viele Kinder der Muse sollte man in eine Besserungsanstalt schicken.

Unbekannt

Quelle: Aus den Fliegenden Blättern, ersch. 1845-1928 bei Braun & Schneider, München. Originaltext

Der allein besitzt die Musen,
Der sie trägt in seinem Busen;
Dem Vandalen sind sie Stein.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Gedichte. 1789-1805. Aus: Die Antiken zu Paris, 1802

O Dichtkunst! welch ein schmerzliches Geschenk des Himmels bist du!

Heinrich Laube (1806 - 1884), deutscher Journalist, Schriftsteller, Kritiker und Theaterleiter, zeitweilig Wortführer des Jungen Deutschland

Quelle: Laube, Die Karlsschüler, 1847