30 Zitate und 6 Gedichte über Muse.

Die Musen verlangen Einsamkeit, und nichts verjagt sie eher, als der Tumult.

Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Quelle: Lessing, Der junge Gelehrte. Ein Lustspiel in drei Aufzügen, verfertigt 1747, uraufgeführt 1748, Erstdruck 1754. 3. Akt, 3. Auftritt, Damis. Originaltext

Die Muse küßt nur, wenn sie ein Kind will.

© Michael Richter (*1952), Dr. phil., deutscher Zeithistoriker und Aphoristiker

Quelle: Richter, Wortschatz, Mitteldeutscher Verlag 2007

Früher gab es Musentempel, jetzt gibt es Musentümpel.

Unbekannt

Quelle: Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Der allein besitzt die Musen,
Der sie trägt in seinem Busen;
Dem Vandalen sind sie Stein.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, F., Gedichte. Aus: Die Antiken zu Paris, 1802

O Dichtkunst! welch ein schmerzliches Geschenk des Himmels bist du!

Heinrich Laube (1806 - 1884), deutscher Journalist, Schriftsteller, Kritiker und Theaterleiter, zeitweilig Wortführer des Jungen Deutschland

Quelle: Laube, Die Karlsschüler, 1847

Kannst du's nicht in Bücher binden,
Was die Menschen dir verleih'n, –
Gib ein fliegend Blatt den Winden,
Muntre Jugend hascht es ein.

Ludwig Uhland (1787 - 1862), deutscher Dichter, Literaturwissenschaftler, Jurist und Politiker, Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung

Vergebens klopft, wer völlig nüchtern ist, an der Musenpforte an.

Platon (427 - um 348 v. Chr.), lateinisch Plato, griechischer Philosoph, Schüler des Sokrates