50 Zitate und 3 Gedichte über Nachsicht.

Das Individuum, welches durch zu große Nachsicht und durch Ausbleiben des Tadels in der nachlässigen Erfüllung seiner Verpflichtungen ermutigt wurde, gedeiht weniger im Leben, als wenn seiner Nachlässigkeit Schranken gesetzt werden.

Herbert Spencer (1820 - 1903), englischer Philosoph und Soziologe, wandte die Evolutionstheorie auf die gesellschaftliche Entwicklung an und begründete damit das Paradigma des Evolutionismus, das oft als Vorläufer des Sozialdarwinismus angesehen wird

Nachsicht ist das Wissen, wann auf einen Vorteil zu verzichten ist.

Benjamin Disraeli (1804 - 1881), seit 1876 Earl of Beaconsfield, britischer konservativer Staatsmann und Schriftsteller

Milde erreicht mehr als Heftigkeit.

August Lafontaine (1758 - 1831), August Heinrich Julius Lafontaine, deutscher Schriftsteller

Nachsicht ist die aristokratischste Form der Verachtung.

Rémy de Gourmont (1858 - 1915), französischer Schriftsteller, Mitbegründer und lange Zeit Mitarbeiter des »Mercure de France« sowie ein bedeutender Theoretiker des Symbolismus; er wurde mit literarischen und philosophischen Essays bekannt und verfasste daneben Romane, Erzählungen, Lyrik und Theaterstücke

Eines können Alleskönner nicht: Nachsicht üben.

© Ernst Ferstl (*1955), österreichischer Lehrer, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Ferstl, einfach kompliziert einfach, Edition Va Bene 1995

Wer zuviel Nachsicht übt, hat bald das Nachsehen.

© Erhard Horst Bellermann (*1937), deutscher Bauingenieur, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Bellermann, Dümmer for One, BoD 2003