114 Zitate und 7 Gedichte über Name.

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Fatal sind nicht die Ereignisse,
sondern die Namen dafür.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Wir Kleindenker – Ein Plädoyer für die Einfalt und Vielfalt des Denkens, Books on Demand 2006

Weil er sich einen schlechten Namen gemacht hatte, legte er sich ein gutes Pseudonym zu.

© Gerd W. Heyse (1930 - 2020), auch: Ernst Heiter, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Heyse, Der Hund des Nachbarn bellt immer viel lauter, Eulenspiegel-Verlag 1984

Wenn ich schon kein gutes Haus habe, aber einen guten Namen, so bin ich wohl bewohnt; wenn ich schon kein gutes Kleid habe, aber einen guten Namen, so bin ich wohl bedeckt; wenn ich schon keine gute Tafel habe, aber einen guten Namen, so bin ich wohl gespeist: Ehrenpreis ist ein weit anderes Gewächs als Tausendgülden-Kraut.

Abraham a Sancta Clara (1644 - 1709), eigentlich Johann Ulrich Megerle, deutscher Augustiner-Barfüßer, hielt in Augsburg, Graz, Wien als Kaiserlicher Prediger volkstümliche, drastische, durch Witze und Wortspiele belebte Predigten, Schillers Vorlage zur Kapuzinerpredigt in »Wallensteins Lager«

Quelle: Abraham a Sancta Clara, Wohlangefüllter Weinkeller, 1710 (posthum)

Große Namen taugen nur dazu, die Menge zu blenden, die kleinen Geister zu täuschen und den Scharlatanen Stoff für ihr Geschwätz zu liefern.

Denis Diderot (1713 - 1784), französischer Philosoph der Aufklärung, Schriftsteller, Enzyklopädist, Literatur- und Kunsttheoretiker

Quelle: Diderot, Autorität in der Rede und in der Schrift, 1751

Das Bild und der Begriff entsteht, indem eine produktive Kraft einige gegebene Reize gestaltet : eine „Erscheinung“ macht.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Frühjahr 1884

Alles, was existiert, muß einen Namen tragen. Was nicht benannt ist, existiert nicht für den frühen Menschen.

Oswald Spengler (1880 - 1936), deutscher Kultur- und Geschichtsphilosoph

Quelle: Spengler, Urfragen. Fragmente aus dem Nachlaß, unter Mitwirkung von Manfred Schröter hg. von Anton Mirko Koktanek, C. H. Beck 1965

Ein Schall ist des Namens Unsterblichkeit:
Was bleibt vom mächtigen Schalle?
Still gleiten die Fluten der Ewigkeit,
Und vergessen werden wir alle.

Wilhelm Hertz (1835 - 1902), deutscher Dichter, Wissenschaftler und Epiker, war stark durch Ludwig Uhland beeinflusst; Mitglied des Münchner Dichterkreises »Die Krokodile«