179 Zitate und 8 Gedichte über Narren.

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warum versteckt sich der narr unter der maske? er läßt lächeln. so kann man mit seinen gefühlen leichter haushalten

© Ewald Graf (*1956), Journalist in Schramberg

Quelle: Graf, gegen den sinn gebürstet: gedanken aus der gegenwart, edition fischer 2007. Originaltext (alle Texte dieser Publikation sind als dichterische Freiheit auch im Buchhandel durchgehend in Kleinschrift gehalten)

Niemand ist immer ein Narr,
jeder gelegentlich.

George Herbert (1593 - 1633), englischer Dichter und Geistlicher (Metaphysical Poet)

Für wohlgeratene Kinder können Eltern nicht zu viel tun. Aber wenn sich ein blöder Vater für den ausgearteten Sohn das Blut vom Herzen zapft, dann wird Liebe zur Torheit.

Gotthold Ephraim Lessing (1729 - 1781), deutscher Schriftsteller, Kritiker und Philosoph der Aufklärung

Quelle: Lessing, G. E., Fabeln. Fabeln. Drei Bücher, Ausgabe 1759. Erstes Buch, Aus: 25. Der Pelekan

Wir leben in einer Welt, worin ein Narr viele Narren, aber ein weiser Mann nur wenige Weise macht.

Georg Christoph Lichtenberg (1742 - 1799), deutscher Physiker und Meister des Aphorismus

Quelle: Lichtenberg, Sudelbuch K, 1793-1796. [K 268]

Bloß ein Narr wechselt stets die Freunde.

Hesiod von Böotien (um 700 v. Chr.), eigentlich Hesiodos, griechischer Epiker, Verfasser der »Götterlehre«

In der menschlichen Natur steckt gewöhnlich mehr vom Toren als von Weisen…

Francis Bacon (1561 - 1626), 1. Viscount St. Albans, Baron von Verulam, englischer Philosoph, Jurist und Staatsmann, gilt als Wegbereiter des Empirismus und entwarf eine Methodologie der Wissenschaften

Quelle: Bacon, Essays oder praktische und moralische Ratschläge (The Essayes or Counsels, Civill and Morall), 1597 (1612 und 1625 um neue Essays erweitert). Über die Dreistigkeit