446 Zitate und 13 Gedichte über Neid.

Den Menschen, den nur Neider hassen,
Den muß der Neid selbst gelten lassen.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), Marie Freifrau Ebner von Eschenbach, österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), Berlin 1893

Neid ist das Gift in der Suppe, die Du lieber nicht essen solltest.

© Katharina Eisenlöffel (*1932), österreichische Aphoristikerin

Quelle: Eisenlöffel, Lebensweisheiten, Trotznauer Buch- und Musikverlag 1997

Es ist kein Mensch, den nicht um irgendetwas
Hunderttausende, ja Millionen beneiden können.

Wilhelm Raabe (1831 - 1910), Pseudonym Jakob Corvinus, deutscher Erzähler, einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus

Beneide niemanden, denn du weißt nicht, ob der Beneidete im stillen nicht etwas verbirgt, was du bei einem Tausch nicht übernehmen möchtest.

August Strindberg (1849 - 1912), Johan August Strindberg, schwedischer Schriftsteller und Künstler, gilt als einer der wichtigsten schwedischen Autoren

Es gibt kaum ein zäheres Gewächs als die Missgunst und eine zuverlässigere Zuneigung als jene zu materiellen Besitzgütern.

© Rosmarie Tscheer (*1930), Dr. phil., schweizerische Literaturwissenschaftlerin, Lyrikerin, Buchautorin, Übersetzerin, Referentin und Lehrerin für Fremdsprachen

Neid

Selbst wenn Menschen von deinem Erfolg profitieren, hätten sie ihn doch lieber selber gehabt.

© Peter Hohl (*1941), deutscher Journalist und Verleger, Redakteur, Moderator und Aphoristiker

Quelle: Hohl/Busch, Erfolg ist leicht...: 52 absolut neue Wochensprüche von Peter Hohl und Joaquin Busch, SecuMedia Verlag, 2006

Mag auch allen deinen Zeitgenossen der Neid den Mund geschlossen haben, es wird weiterhin an solchen nicht fehlen, die völlig unparteiisch urteilen.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 79. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)
Originaltext: Etiam si omnibus tecum viventibus silentium livor indixerit, venient qui sine offensa, sine gratia iudicent