115 Zitate und 2 Gedichte über Opfer.

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Die Opfer haben kein Alibi: sie können immer auf frischer Tat ertappt werden.

© Michail Genin (1927 - 2003), russischer Aphoristiker, veröffentlichte seit 1964 in der satirischen Zeitschrift »Krokodil«, seit 1970 ständiger Autor der »Literaturnaja Gaseta« und der Zeitung »Moskowski Komsomolez«, war Vorsitzender der Autorensektion des Moskauer Aphorismen-Clubs.

Quelle: Genin, Unewige Gedanken. Wiedergabe mit freundlicher Erlaubnis seines Sohnes Vladimir Genin und des Übersetzers, Peter Ott

Die Menschen bringen für unnötige Dinge Geldopfer. Ihre phantastischen Ziele sind ihnen am teuersten.

Alexander Iwanowitsch Herzen (1812 - 1870), Deckname Iskander, eigentlich: Jakowlew, Alexandr Iwanowitsch, russischer revolutionärer Schriftsteller und Publizist

Quelle: Herzen, Aus den Memoiren eines Russen, 1855-1859

Wenn man bei der öffentlichen Wohltätigkeit anklopft, sagt meistens die Eitelkeit herein.

Peter Sirius (1858 - 1913), eigentlich Otto Kimmig, deutscher Gymnasialprofessor, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Das Opfer liegt – die Raben steigen wieder.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 4. Akt, 3. Szene, Stüssi

Jesus nahm den gewaltsamen Tod durch Menschenhand in absoluter Freiheit auf sich, weil aller Tod nur durch jenes bedingungslose Wohlwollen überwunden werden kann, das letztlich den Namen Liebe verdient.

Franz von Sales (1567 - 1622), François de Sales, Fürstbischof von Genf, gründete zusammen mit der Hl. Johanna Franziska von Chantal die Ordensgemeinschaft der Schwestern von der Heimsuchung Mariens (Salesianerinnen)