57 Aphorismen und 1 Gedicht über Pöbel, Plebs.

Der Pöbel hört nie auf, Pöbel zu sein, und wenn Sonne und Mond sich wandeln und Himmel und Erde veralten wie ein Kleid.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich von, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Die Räuber, 1781. Vorrede [zur ersten Auflage]

Der Pöbel sagt stets ›Du‹ zu einem großen Mann, der ihm nichts Besseres zu fressen und zu saufen gibt, oder ihn auf dem Schlachtfeld verhauen läßt, und verlangt durch alle Stände, daß man ›Sie‹ zu ihm sage.

Wilhelm Raabe (1831 - 1910), deutscher Erzähler (Pseudonym: Jakob Corvinus), einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus

Quelle: Raabe, Sämtliche Werke, Bd. 6: Gedanken und Einfälle, Verlagsanstalt für Litteratur und Kunst Hermann Klemm, Berlin-Grunewald um 1900

Je höher ein Mensch steht, desto häufiger hält ihm die Fratze Gemeinheit die Faust unter die Nase.

Wilhelm Raabe (1831 - 1910), deutscher Erzähler (Pseudonym: Jakob Corvinus), einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus

Quelle: Raabe, Sämtliche Werke, Bd. 6: Gedanken und Einfälle, Verlagsanstalt für Litteratur und Kunst Hermann Klemm, Berlin-Grunewald um 1900

Der Pöbel ist freilich das brennende Holz,
aber der Adel gibt seinen Wind dazu.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich von, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Die Verschwörung des Fiesco zu Genua, 1782. 2. Akt, 12. Auftritt, Lomellin

Und mancher, der sich vom Leben abkehrte, kehrte sich nur vom Gesindel ab: er wollte nicht Brunnen und Flamme und Frucht mit dem Gesindel teilen.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen. 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe 1892), Erstdruck 1883. Zweiter Teil, 1883. Vom Gesindel