57 Zitate und 1 Gedicht über Pöbel, Plebs.

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Seit jener Zeit, in welcher Tacitus ihn den Schandtaten der Kaiser Beifall klatschen sah, ist der gemeine Pöbel nicht anders geworden.

Adolphe Thiers (1797 - 1877), Louis Adolphe Thiers, französischer Historiker und Politiker, zeitweise Ministerpräsident und Präsident der Republik

Quelle: Thiers, Geschichte der französischen Revolution (Histoire de la Révolution française), 10 Bde., 1823-1827, deutsche Übersetzung u. a. von Burckhardt und Steger, 3 Bde., 1848-50

Nicht leicht droht Unfall einer Macht, darin der Pöbel schweigt und die Regierung wacht.

Magnus Gottfried Lichtwer (1719 - 1783), deutscher Schriftsteller und Regierungsrat, schrieb von Christian Fürchtegott Gellert beeinflusste Fabeln

Hab' mit Plebs nicht gern zu schaffen.

Friedrich Wilhelm Riese (1803 - 1879), schrieb auch unter dem Pseudonym Friedrich Wilhelm, dt. Schriftsteller, Bühnenautor und Librettist

Libretto zu Friedrich von Flotows Oper "Martha", 1847

Unter allen Ungeheuern, die der Freiheit Gefahr drohen, ist das gefährlichste der Pöbel, dieser Auswuchs einer unmäßigen Bevölkerung, ergrimmt, erbost durch nicht geringe Leiden, der Ursache derselben aber durchaus unkundig. Wo Tyrannei schon herrscht, da gedeiht sie durch den Pöbel.

Thomas Robert Malthus (1766 - 1834), britischer Nationalökonom und Sozialphilosoph, einer der führenden Theoretiker der klassischen Nationalökonomie, wurde v. a. durch seine Streitschrift »Versuch über das Bevölkerungsgesetz« bekannt, in der er eine pessimistische Bevölkerungstheorie (Malthusianismus) vertrat

Der Pöbel in Glacéhandschuhen ist der rohste.

Peter Sirius (1858 - 1913), eigentlich Otto Kimmig, deutscher Gymnasialprofessor, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Sirius, Tausend & Ein Gedanken, 1899. Originaltext

Man muß sich hüten, die Canaille mit dem Pöbel zu vermengen. Die Canaille genießt immer mehr Auszeichnung.

Jules und Edmond Huot de Goncourt (Jules: 1830 - 1870, Edmond: 1822 - 1896), französische Sozialromanciers, Kunstsammler, Kunst- und Kulturhistoriker, schrieben ihre Bücher gemeinsam, Edmond stiftete den Prix Goncourt

Quelle: Goncourt, Ideen und Impressionen, autor. Übers. von Poeschel & Trepte, Julius Zeitler Verlag, Leipzig 1904