45 Aphorismen über Pedanterie.

Der Pöbel achtet Pedanten.

Jean Paul (1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Amor als Schulkollege

Was das entsetzlichste sei von allen entsetzlichen Dingen?
Ein Pedant, den es jückt, locker und lose zu sein.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich von, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Gedichte. Xenien, z.T. mit Goethe zusammen verfaßt, Erstdruck in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Pedanterie ist eigentlich die Überschätzung jeder Art von Wissen, was wir zu besitzen glauben.

Jonathan Swift (1667 - 1745), anglo-irischer Erzähler, Moralkritiker und Theologe

Quelle: Swift, Eine Abhandlung über gutes Benehmen und gute Erziehung (A Treatise on Good Manners and Good Breeding), 1726

Nichts kann wohl Herz und Phantasie, überhaupt die edleren Organe des Menschen höckerartiger belasten, als: Kleinigkeitssinn.

Heinrich Martin (1818 - 1872), deutscher Schriftsteller, Pseudonym für Heinrich Martin Jaenicke

Quelle: Martin, H., Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, H. Jaenicke's Verlag, Dresden 1871

Pedanterie ist die leidige Kunst,
im Kleinen groß,
im Großen klein zu sein.

Peter Sirius (1858 - 1913), eigentlich Otto Kimmig, deutscher Gymnasialprofessor, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Sirius, Tausend & Ein Gedanken, 1899. Originaltext