49 Zitate über Pedanterie.

Amor als Schulkollege

Was das entsetzlichste sei von allen entsetzlichen Dingen?
Ein Pedant, den es jückt, locker und lose zu sein.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, F., Gedichte. Xenien, z.T. mit Goethe zusammen verfasst, Erstdruck in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Der Pedant will uns nur von dem unterrichten, was er weiß, nicht von dem, was wir nicht wissen.

Jean Antoine Petit-Senn (1792 - 1870), genannt John Petit-Senn, französisch-schweizerischer Lyriker

Quelle: Petit-Senn, Sprüche des neuen Genfer Philosophen (Bluettes & Boutades), nach der 5. Auflage frei bearbeitet von Franz August Stocker (2. durchgesehene deutsche Ausgabe), 1883

Pedanterie ist eigentlich die Überschätzung jeder Art von Wissen, was wir zu besitzen glauben.

Jonathan Swift (1667 - 1745), anglo-irischer Erzähler, Moralkritiker und Theologe

Quelle: Swift, Eine Abhandlung über gutes Benehmen und gute Erziehung (A Treatise on Good Manners and Good Breeding), 1726

Nun hab' ich auch erfunden, was ich am meisten hasse: Pedanterei; sie setzt ganz notwendig Leere voraus: und hält sich deshalb fest an Formen.

Rahel Varnhagen von Ense (1771 - 1833), geborene Levin, angenommener Familienname ab Mitte der 1790er-Jahre: Robert bzw. Robert-Tornow; Berliner Salondame des vorigen Jahrhunderts, auch Vorkämpferin für die Gleichberechtigung der Juden und der Frauen

Quelle: Varnhagen, Rahel, Ein Buch des Andenkens für ihre Freunde, 3 Bde., 1834. 2. Oktober 1806

Pedanterei ist ein Insektenaug', welches nur das Nächste und Kleinste unendlich vergrößert sieht, nie viel, geschweige ein Ganzes übersehen kann.

Wilhelm Waiblinger (1804 - 1830), Friedrich Wilhelm Waiblinger, deutscher Dichter und Schriftsteller, der vor allem durch seine Freundschaft zu Friedrich Hölderlin und Eduard Mörike bekannt wurde

Quelle: Waiblinger, W., Tagebücher. 30. März 1821

Nichts kann wohl Herz und Phantasie, überhaupt die edleren Organe des Menschen höckerartiger belasten, als: Kleinigkeitssinn.

Heinrich Martin (1818 - 1872), deutscher Schriftsteller, Pseudonym für Heinrich Martin Jaenicke

Quelle: Martin, Ein Buch der Weisheit und Wahrheit, 1868

Pedanterie ist die leidige Kunst,
im Kleinen groß,
im Großen klein zu sein.

Peter Sirius (1858 - 1913), eigentlich Otto Kimmig, deutscher Gymnasialprofessor, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899