135 Zitate und 9 Gedichte über Reife.

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Die Jugend ist enthusiastisch, der Mann nicht.
Nur der Blüte schadet die Kälte, nicht der Frucht.

Jean Paul (1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Man wächst mit seinen Werken,
nicht mit seinen Anschaffungen.

© Volkmar Frank (*1962), Dichter und Aphoristiker

Quelle: Frank, Geistesblitze und Denkanstöße, Engelsdorfer Verlag 2008

Reife: das ist die taktvolle Umschreibung für Vorgänge,
die gegen unseren Willen geschehen.

© Billy (1932 - 2019), eigentlich Walter Fürst, Schweizer Aphoristiker

Quelle: Billy, Aphoretum – Gesammelte Aphorismen, 2010

In der Reife des Lebens und des Verstandes überkommt den Menschen das Gefühl, dass sein Vater Unrecht hatte, ihn zu zeugen.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 1878 (2. erweiterte Auflage 1886). Erster Band. Siebentes Hauptstück. Weib und Kind

Innere Freiheit bestimmt den Reifegrad von Persönlichkeit.

© Raymond Walden (*1945), Kosmopolit, Pazifist und Autor

Quelle: Walden, Sequenzen von Skepsis, Aphorismen-Reihe seit 2009, siehe hierzu: raymond-walden.blogspot.com

Solange der Baum in Blüthen steht, braucht er keine Stütze,
wohl aber wenn er Früchte trägt.

Berthold Auerbach (1812 - 1882), eigentlich Moses Baruch Auerbacher, deutscher liberaler Kulturpolitiker und Schriftsteller

Quelle: Auerbach, Tausend Gedanken des Collaborators. Aphorismen, 1875

Um erwachsen zu werden, muss man die Pläne der Jugend
nicht fallen, sondern reifen lassen.

© Ernst Reinhardt (*1932), Dr. phil., Schweizer Publizist und Aphoristiker

Quelle: Reinhardt, Gedankensprünge. Aphorismen, Friedrich Reinhardt Verlag 2003