47 Zitate und 10 Gedichte über Resignation.

Es ist leichter, draußen zu bleiben als auszusteigen.

Mark Twain (1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

Mit der Resignation ist es wie mit der Ejakulation: sie sollte nicht zu früh kommen.

© Markus M. Ronner (*1938), Schweizer Theologe, Autor und Aphoristiker

Quelle: Ronner, Treffende Pointen zu Geld und Geist, Ott Verlag 2000

Denn wer unendlich resigniert hat, ist sich selber genug.

Søren Kierkegaard (1813 - 1855), Søren Aabye Kierkegaard, dänischer Philosoph, Theologe und Schriftsteller

Quelle: Kierkegaard, Furcht und Zittern, 1843

Scheltet, spottet, geißelt, aber hütet euch, jene schwächliche Resignation, von welcher der nächste Schritt zur Gleichgültigkeit führt, zu befördern oder gar sie hervorrufen zu wollen.

Wilhelm Raabe (1831 - 1910), Pseudonym Jakob Corvinus, deutscher Erzähler, einer der wichtigsten Vertreter des poetischen Realismus

Quelle: Raabe, Die Chronik der Sperlingsgasse, 1857

Wer resigniert, macht seinen Frieden mit dem Weltprinzip statt den Frieden zum Weltprinzip.

© Ulrich Erckenbrecht (*1947), deutscher Schriftsteller und Aphoristiker (Pseudonym: Hans Ritz)

Quelle: Erckenbrecht, Ein Körnchen Lüge, 1974

Ein Schlaf mit großem Falle
Fällt über mein Sein:
Alle Hoffnung, schlummere ein,
Schlummert ein, Wünsche alle!

Nichts seh ich mehr recht
Und kann nichts mehr geben
Auf Gut oder Schlecht ...
O, das trübe Leben!

Eine Wiege ist mein Wille,
Den tief im hohlen Grab
Eine Hand schaukelt auf und ab:
Stille, stille!

Paul Verlaine (1844 - 1896), französischer Lyriker, hatte enge Verbindung zum Bohème-Milieu, vagabundierte mit A. Rimbaud 1871-73 durch Nordfrankreich, England und Belgien

Quelle: Verlaine, Armer Lelian. Gedichte der Schwermut, der Leidenschaft und der Liebe, übertragen von Alfred Wolfenstein, Berlin 1925