280 Zitate und 18 Gedichte über Reue.

Wenn einer alle die Hindernisse überdenkt, die sein ganzes Leben durch seine Entwicklung bestritten hatten, so ruft er aus: »Was hätt ich nicht werden können!«

Jean Paul (1763 - 1825), eigentlich Johann Paul Friedrich Richter, deutscher Dichter, Publizist und Pädagoge

Quelle: Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Ich widerrufe alles Harte und Böse, was ich je in meinen Worten oder Briefen gesagt habe.

Christian Morgenstern (1871 - 1914), deutscher Schriftsteller, Dramaturg, Journalist und Übersetzer

Quelle: Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1909

Würfel, Weiber, Wein,
bringen Lust und Pein.

Friedrich von Logau (1605 - 1655), Pseudonym: Salomon von Golaw, deutscher Dichter des Barocks aus schlesischem Adelsgeschlecht

Quelle: Logau, Salomons von Golaw Deutscher Sinn=Getichte Drey Tausend, 1654

Man bedauert immer, daß man die Vergangenheit nicht noch besser benutzt hat und noch mehr mit den großen Geistern gelebt hat, mit denen es allein der Mühe lohnt zu leben, während man so viel Zeit an die Oberflächlichen und Nichtssagenden verschwendet…

Malwida von Meysenbug (1816 - 1903), geboren als Malwida Rivalier, deutsche Schriftstellerin, wegen ihrer demokratischen Gesinnung 1852 aus Berlin ausgewiesen; befreundet mit Richard Wagner, Friedrich Nietzsche, Giuseppe Garibaldi und Romain Rolland

Wer Käse produziert hat, darf nicht der Milch nachtrauern.

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

Das Schönste im Leben ist die Reue. Man bleibt ein anständiger Kerl, aber man versäumt nichts.

Christian Gottfried Körner (1756 - 1831), deutscher Jurist und Dichter, Vater Karl Theodor Körners, Freund Schillers, schrieb die erste zuverlässige Schiller-Biographie