387 Zitate und 16 Gedichte über Ruhm.

verkehrte Welt
Gott vermenschen
Menschen vergöttern

© Anke Maggauer-Kirsche (*1948), deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin und ehemalige Betagtenbetreuerin in der Schweiz

Die Süßigkeit des Ruhm ist so groß, daß man ihn liebt,
mag man ihn knüpfen, woran man will, selbst an den Tod.

Blaise Pascal (1623 - 1662), französischer Religionsphilosoph und Naturwissenschaftler, Begründer der Wahrscheinlichkeitsrechnung

Quelle: Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), 1656-1662; Erstdruck 1669/70. Über Leidenschaft und Liebe

Dem Lorbeer verdanke ich nichts an Wissen,
wohl aber viel an Neid und Anfeindung.

Francesco Petrarca (1304 - 1374), italienischer humanistischer Gelehrter, 1341 in Rom zum Dichter gekrönt, Weltruhm durch Sonette an Laura ›Canzoniere‹, Alterswerk: ›Über die Weltverachtung‹

Der Ruhm, wie alle Schwindelware,
hält selten über tausend Jahre.
Zumeist vergeht schon etwas eh'r
die Haltbarkeit und die Kulör.

Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Quelle: Busch, W., Gedichte. Zu guter Letzt, 1904. Aus: Der Ruhm

Der Köter Wahrheit gehört in's Hundeloch und muß hinausgepeitscht werden; die Möpsin Ruhmredigkeit darf am Kaminfeuer stehen und stinken.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, König Lear (King Lear), 1605, Erstdruck 1608

Nachruhm! Was ist das für ein seltsames Ding, das man erst genießen kann, wenn man nicht mehr ist?

Heinrich von Kleist (1777 - 1811), Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist, deutscher Dramatiker, Novellist, Bühnenschriftsteller und Erzähler

Quelle: Kleist, H., Briefe. An Wilhelmine von Zenge, 15. August 1801

Das Gold ist die Sonne der Metalle.

Joseph Joubert (1754 - 1824), französischer Moralist

Quelle: Joubert, Gedanken, Versuche und Maximen, übersetzt von Franz Graf von Pocci, München 1851