33 Zitate und 2 Gedichte über Sanftmut.

Seite: 2

Sanftmut wirkt größere Dinge als schneidende Gewalt.

Friedrich von Bodenstedt (1819 - 1892), Friedrich Martin von Bodenstedt, deutscher Philologe, Übersetzer und Intendant in Meiningen

Den trotz'gen Sinn weiß Sanftmut nur zu heilen.

Gaius Iulius Phaedrus (um 20/15 v. Chr. - um 50/60 n. Chr.), von Augustus freigelassener Sklave, römischer Fabeldichter

Quelle: Phaedrus, Fabeln

Sanftmut putzt die Schuhe, die Übermut
durch alle Pfützen geführt hat.

© Gerd W. Heyse (1930 - 2020), auch: Ernst Heiter, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Heyse, Gehirntestate, Eulenspiegel Verlag 1981

Ja! sanft zu sein, zu rechter Zeit, das ist wohl schön, doch sanft zu sein, zur Unzeit, das ist häßlich, denn es ist feig!

Friedrich Hölderlin (1770 - 1843), Johann Christian Friedrich Hölderlin, deutscher evangelischer Theologe, Dramatiker und Lyriker (begann ab 1841 seine Gedichte mit ›Scardanelli‹ zu unterzeichnen)

Quelle: Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Zweiter Band. Erstes Buch. Hyperion an Bellarmin

Hüte das Inn’re, doch stets nur Freundliches lieg’ auf der Zunge;
Nur bei Schwächlingen braust heftiger auf das Gemüt.

Theognis von Megara (um 540 - 500 v. Chr.), altgriechischer Dichter

Quelle: Theognis, Elegien. Deutsch im Versmaße der Urschriften, übersetzt von Dr. Wilhelm Binder, Stuttgart 1859. V. 365f.

In den eigenen vier Wänden tobt sich auch die Sanftmut aus.

© Gerd W. Heyse (1930 - 2020), auch: Ernst Heiter, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker

Quelle: Heyse, Gehirntestate, Eulenspiegel Verlag 1981

Nicht ohne Absicht hat die sorgsame Natur, in der Biene, die Süße des Honigs mit der Schärfe des Stachels verbunden. Sehnen und Knochen hat der Leib; so sei der Geist auch nicht lauter Sanftmut.

Baltasar Gracián y Morales (1601 - 1658), spanischer Jesuit, Moralphilosoph und Schriftsteller

Quelle: Gracián, Handorakel und die Kunst der Weltklugheit (Oráculo manual y arte de prudencia), 1647. Erste deutsche Übersetzung 1711. Hier in der Übersetzung von Arthur Schopenhauer 1828-32, Erstdruck 1871. [54.]