26 Zitate über Schimpfwort.

Wenn alle »Scheiße« sagen,
scheint mir die Kultur im Arsch.

© Michael Marie Jung (*1940), Professor, deutscher Hochschullehrer, Führungskräftetrainer, Coach und Wortspieler

Quelle: Jung, Ausgesprochen scharfe Konturen. 1500 neue Aphorismen & Sprüche, Books on Demand 2006

Pfui Teufel! Was das bedeutet? Ich weiß nur, daß Goethe im Briefwechsel mit seiner Frau die Schwangerschaft wiederholt als Pfuiteufelchen bezeichnete.

© Petrus Ceelen (*1943), belgischer Geistlicher, Psychotherapeut, Autor und Aphoristiker, arbeitete als Gefangenenseelsorger und ist seit 1992 Aids-Pfarrer in Stuttgart

Quelle: Ceelen, Was wir so sagen, Schwabenverlag, Ostfildern 1997

Es gibt so kapitale Esel, daß man eigentlich das Tier beschimpft, wenn man ihnen seinen Namen gibt.

Peter Sirius (1858 - 1913), eigentlich Otto Kimmig, deutscher Gymnasialprofessor, Dichter und Aphoristiker

Quelle: Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Es ist äußerste Undankbarkeit, wenn die Wurst das Schwein ein Schwein nennt.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Pro domo et mundo, 1919

›Politisch‹ ist ein derartiges Schimpfwort, daß nicht einmal Politik politisch sein darf.

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

Quelle: Ludin, Einfach ins Blaue, Brunner Verlag 1998

"Er ist nicht weit her" – ist das schlimmste Kompliment, das der Pöbel sich selbst, das größte, das er einem genialen Mann machen kann.

Johann Jakob Mohr (1824 - 1886), deutscher Epigrammatiker, Dramatiker, Aphoristiker, Erzähler und Pädagoge

Quelle: Mohr, Gedanken über Leben und Kunst, 1879

Nicht jeder, der einen andern Langohr schimpft, ist ein Esel.

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

Quelle: Ludin, Wo sind die Freundbilder? Quergedanken, 1994