107 Zitate und 2 Gedichte über Schulden.

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Große Verbindlichkeiten machen nicht dankbar, sondern rachsüchtig; und wenn die kleine Wohltat nicht vergessen wird, so wird noch ein Nage-Wurm daraus.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Von den Mitleidigen

Balzac hinterließ der Welt
nicht nur 130 000 Francs Schulden,
sondern auch eine Frau,
die sie bezahlte.

© Germund Fitzthum  (*1938), österreichischer Aphoristiker

Quelle: Fitzthum, Der Literat im Caféhaus, Selbstverlag, Wien 1980

„Lieber schuldig bleiben, als mit einer Münze zahlen, die nicht unser Bild trägt!“ — so will es unsere Souveränität.

Friedrich Nietzsche (1844 - 1900), Friedrich Wilhelm Nietzsche, deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887)

Magst du jemand Feste geben,
Dem du schwer verschuldet?
Kannst du doch mit niemand leben,
Der dich allenfalls nur duldet.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Zahme Xenien, Kap. 8, Erwiderungen

Was man ist, das blieb man andern schuldig.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Torquato Tasso, 1807. 1. Akt, 1. Szene, Prinzessin zu Leonore

Schulden wie ein Major hieß es früher.
Wie tief in der Patsche muß dann wohl ein General sein?

© Willy Meurer (1934 - 2018), deutsch-kanadischer Kaufmann, Aphoristiker und Publizist, M.H.R. (Member of the Human Race), Toronto