217 Zitate und 5 Gedichte über Schwäche.

Man läßt sich seine Mängel vorhalten, man läßt sich strafen, man leidet manches um ihrer willen mit Geduld; aber ungeduldig wird man, wenn man sie ablegen soll.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, Verlag der Goethe-Gesellschaft, Weimar 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 1809

Dem Schwachen ist sein Stachel auch gegeben.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, ab 1802 von Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 4. Akt, 3. Szene, Tell

Schwachheit, dein Name ist Weib!

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Hamlet, 1601-1602, Erstdruck (evtl. Raubdruck) 1603

Wer eilig will ein mächtig Feuer machen, nimmt schwaches Stroh zuerst.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Julius Cäsar, 1599, Erstdruck 1623. Erster Aufzug, dritte Szene, Cassius

Denn nicht genug, dem Schwachen aufzuhelfen, auch stützen muß man ihn.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Timon von Athen (Timon of Athens), um 1606, Erstdruck 1623. 1. Aufzug, 1. Szene, Timon

Schwäche ist mißtrauisch.

Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Quelle: Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker

Wilde Rohheit hat ihren Ursprung immer nur in der Schwäche.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Vom glückseligen Leben (De Vita Beata), um 58 n. Chr. 3. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt, 1923

Schwäche und Eitelkeit sind die Mutter der Heuchelei.

Johann Kaspar Lavater (1741 - 1801), Schweizer evangelischer Theologe, Religionsphilosoph und Schriftsteller

Durch jeden Schlag nach einem schwächeren Feind entehrt man sich.

Friedrich II., der Große (1712 - 1786), preußischer König, »Der alte Fritz«

Quelle: Schröder (Hg.), Lichtstrahlen aus Friedrichs des Großen Schriften, 1886