216 Zitate und 5 Gedichte über Schwäche.

Man läßt sich seine Mängel vorhalten, man läßt sich strafen, man leidet manches um ihrer willen mit Geduld; aber ungeduldig wird man, wenn man sie ablegen soll.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, Verlag der Goethe-Gesellschaft, Weimar 1907. Aus den Wahlverwandtschaften, 1809

Dem Schwachen ist sein Stachel auch gegeben.

Friedrich von Schiller (1759 - 1805), Johann Christoph Friedrich Schiller, deutscher Arzt, Dichter, Philosoph und Historiker; gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Dramatiker und Lyriker

Quelle: Schiller, Wilhelm Tell, 1802-1804. 4. Akt, 3. Szene, Tell

Schwachheit, dein Name ist Weib!

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Hamlet, 1601-1602, Erstdruck (evtl. Raubdruck) 1603, erste deutsche Übers. von Christoph Martin Wieland 1766. Hier übers. von August Wilhelm Schlegel, 1798

Nicht genug dem Schwachen aufzuhelfen, auch stützen muß man ihn.

William Shakespeare (1564 - 1616), englischer Dichter, Dramatiker, Schauspieler und Theaterleiter

Quelle: Shakespeare, Timon von Athen (Timon of Athens), um 1606, Erstdruck 1623, erste deutsche Übersetzung von Christoph Martin Wieland 1763. Hier übers. von Dorothea Tieck, Georg Andreas Reimer, Berlin 1832

Schwäche ist mißtrauisch.

Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Quelle: Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker

Wilde Rohheit hat ihren Ursprung immer nur in der Schwäche.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere, war ein römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Vom glückseligen Leben (De Vita Beata), um 58 n. Chr. 3. Kapitel. Übersetzt von Otto Apelt (1923)

Schwäche und Eitelkeit sind die Mutter der Heuchelei.

Johann Kaspar Lavater (1741 - 1801), Schweizer evangelischer Theologe, Religionsphilosoph und Schriftsteller

Durch jeden Schlag nach einem schwächeren Feind entehrt man sich.

Friedrich II., der Große (1712 - 1786), preußischer König, »Der alte Fritz«

Quelle: Schröder (Hg.), Lichtstrahlen aus Friedrichs des Großen Schriften, 1886