194 Zitate und 2 Gedichte über Selbstbeherrschung.

Wer sich beherrscht, braucht sonst nichts zum Beherrschen; er hat genug an sich, kein Herrscher hat ein so großes Reich.

Immanuel Gottlieb Kolb (1784 - 1859), schwäbischer Pietist

Quelle: Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

So weit deine Selbstbeherrschung geht, so weit geht deine Freiheit.

Marie von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), Marie Freifrau Ebner von Eschenbach, österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911

Unzählige Menschen haben Völker und Städte beherrscht, ganz wenige nur sich selbst.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Mächtiger als das Schicksal. Ein Brevier, übersetzt von Wolfgang Schumacher 1942. Naturwissenschaftliche Untersuchungen

Der sei der Mächtigste, der sich selbst in der Gewalt habe.

Lucius Annaeus Seneca (ca. 4 v. Chr. - 65 n. Chr.), genannt Seneca der Jüngere; römischer Philosoph, Stoiker, Schriftsteller, Naturforscher und Politiker; Selbsttötung auf Geheiß seines ehem. Schülers Nero (Römischer Kaiser von 54 - 68)

Quelle: Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 90. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Es macht Spaß, sich ab und zu gehen zu lassen.
Dulce est desipere in loco.

Horaz (65 - 8 v. Chr.), eigentlich Quintus Horatius Flaccus, römischer Satiriker und Dichter

Der aus eigener Kraft Herr über sich selbst wird, ist wie der Polarstern, er bewegt sich nicht, und das All kreist um ihn herum.....

Konfuzius (551 - 479 v. Chr.), latinisierter Name für Kongfuzi, K'ung-fu-tzu, »Meister Kong«, eigentlich Kong Qiu, K'ung Ch'iu, chinesischer Philosoph

Doch wer von sich stieß die Sünde,
Bürger in dem Pflichtenlande,
Wer die Zucht liebt und die Wahrheit:
der macht Ehre dem Gewande.

Buddha (560 - 480 v. Chr.), auch: Siddhartha Gautama (Pali: Siddhattha Gotama), Stifter der nach ihm Buddhismus genannten Religion

Quelle: Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 10. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920. (Anmerkung: Das gelbe Gewand ist die Robe des Bhikkhus, des Buddhistenmönchs.)

Wer seine Sinne sanft zur Ruh beschwichtigt
Wie Rosse, die im Zaum gezähmt der Lenker,
wird von den lichten Wesen selbst beneidet:
Der so von Stolz wie Einfluß freie Denker.

Buddha (560 - 480 v. Chr.), auch: Siddhartha Gautama (Pali: Siddhattha Gotama), Stifter der nach ihm Buddhismus genannten Religion

Quelle: Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 94. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920

Besser ist's, das eigne Ich zu
zwingen, als die Welt zu beugen.
Nicht der höchste Gott, nicht Mara,
nicht des Lichtes reinste Zeugen
können je den Sieg vereiteln
dessen, der sich selbst besiegte,
Der den Geist in strenge Fesseln,
und in straffe Zügel fügte.

Buddha (560 - 480 v. Chr.), auch: Siddhartha Gautama (Pali: Siddhattha Gotama), Stifter der nach ihm Buddhismus genannten Religion

Quelle: Buddha, Dhammapada. Anthologie von Aussprüchen des Buddha; enthält 423 Sprüche ethischen Inhalts, aufgenommen in den Palikanon unter den Kurzen Texten (Khuddaka-Nikaya) wohl auf dem 2. buddhistischen Konzil im Jahr 383 v. Chr. 104. & 105. Vers. Übersetzt von Hans Much, 1920