74 Zitate und 2 Gedichte über Selbstbetrug.

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Am meisten lügen wir bei der Begründung, warum wir uns selbst belügen.

© Gerhard Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe und Aphoristiker

Quelle: Uhlenbruck, Kaffeesätze. Gedankensprünge in den Sand des Getriebes, Edition Spiridon 1987

auch Selbstbetrug wird bestraft

© Anke Maggauer-Kirsche (*1948), deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin und ehemalige Betagtenbetreuerin in der Schweiz

Quelle: Maggauer-Kirsche, Ganz schön rot geworden. Aphorismen, Brunner Verlag 1998

Wer beschönigt, bescheißt sich selbst.

© Paul Mommertz (*1930), deutscher Schriftsteller, Autor von Drehbüchern, Bühnenstücken und Hörspielen

Bist du nicht redlich gegen dich selbst,
so betrügst du auch andere.

Friedrich Ludewig Bouterweck (1766 - 1828), auch Friedrich Bouterwek, deutscher Philosoph und Schriftsteller, debütierte unter dem Pseudonym Ferdinand Adrianow im Musenalmanach von August Bürger

Quelle: Bouterwek, Neue Vesta. Kleine Schriften zur Philosophie des Lebens und zur Beförderung der häuslichen Humanität, hg. von F. C. Bouterwek. V.: Gedichte, Paramythien und Sinnsprüche. Von verschiedenen Verfassern, Leipzig 1804

Wenn sich Jemand selbst belügen will, so gelingt es ihm bald.

Karl Emil Franzos (1848 - 1904), österreichischer Schriftsteller, schrieb aus liberaler Sicht Kulturbilder und Erzählungen aus der Welt des osteuropäischen Judentums

Quelle: Franzos, Die Juden von Barnow, 1877. Nach dem höheren Gesetz

Die häufigste Form des Betruges ist der Selbstbetrug, er wird zwar selten entdeckt, aber am häufigsten bestraft.

© Gerhard Uhlenbruck (*1929), deutscher Immunbiologe und Aphoristiker

Quelle: Uhlenbruck, Medizinische Aphorismen, 1982 (2. Auflage 1994)

Doch wehe siebenmal den Unglücklichen, die Zerstreuung und Geschäftigkeit suchen müssen, um sich selbst aus dem Wege zu gehen!

Matthias Claudius (1740 - 1815), deutscher Dichter, Redakteur, Erzähler und Herausgeber des Wandsbecker Boten, Pseudonym Asmus

Quelle: Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812

Wie viele Freuden gewährt nicht schon allein die wahre und richtige Wertschätzung der Dinge. Wie oft gründet sich das Unglück eines Menschen bloß darin, daß er den Dingen unmögliche Wirkungen zuschrieb, oder aus Verhältnissen falsche Resultate zog, und sich darinnen in seinen Erwartungen betrog.

Heinrich von Kleist (1777 - 1811), Bernd Heinrich Wilhelm von Kleist, deutscher Dramatiker, Novellist, Bühnenschriftsteller und Erzähler

Quelle: Kleist, Aufsatz, den sichern Weg des Glücks zu finden und ungestört – auch unter den größten Drangsalen des Lebens – ihn zu genießen!, 1799