64 Aphorismen über Selbstdarstellung.

Tröste Gott, wenn der Mensch auf sich selber zu sprechen kommt.

Wilhelm Busch (1832 - 1908), deutscher Zeichner, Maler und Schriftsteller

Quelle: Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche

Die Menschen drängen sich zum Lichte, nicht um besser zu sehen, sondern um besser zu glänzen.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 1878-1880. Zweiter Band. Zweite Abteilung: Der Wanderer und sein Schatten

Der Schüchterne bezeichnet sich als vorsichtig, der Geizige als sparsam.

Publilius Syrus (wahrscheinlich 90 - 40 v. Chr.), falsch auch Publius Syrius, römischer Moralist, Aphoristiker und Possenschreiber

Es ist gefährlich, anderen etwas vorzumachen, denn es endet damit, daß man sich selbst etwas vormacht.

Eleonora Duse (1858 - 1924), italienische Bühnen- und Filmschauspielerin, Charakterdarstellerin, größte Tragödin ihrer Zeit

Es gibt nichts so Lächerliches und Dummes, als immer über das zu reden, was man hat und was man kann.

Johannes Baptist Maria Vianney (1786 - 1859), genauer Jean-Marie Baptist Vianney, französischer katholischer Geistlicher, »der Pfarrer von Ars«, wurde 1925 heilig gesprochen

Menschen, die viel von sich sprechen, machen – so ausgezeichnet sie übrigens sein mögen – den Eindruck der Unreife.

Marie Freifrau von Ebner-Eschenbach (1830 - 1916), österreichische Erzählerin, Novellistin und Aphoristikerin

Quelle: Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1911. Originaltext

Ich mal mir ein Bild und mach' mich ihm passend.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller