152 Zitate und 12 Gedichte über Selbstfindung.

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im Gehen machen wir uns auf
zu uns selbst

© Anke Maggauer-Kirsche (*1948), deutsche Lyrikerin, Aphoristikerin und ehemalige Betagtenbetreuerin in der Schweiz

Quelle: Maggauer-Kirsche, Ganz schön rot geworden. Aphorismen, Brunner Verlag 1998

Es gibt nur eine Möglichkeit, sich vor der Maschine zu retten. Das ist, sie zu beschützen. Nur mit dem Auto kommt man zu sich.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Pro domo et mundo, 1919

Sich verpaßt man eher als den Zug.

© Manfred Hinrich (1926 - 2015), Dr. phil., deutscher Philosoph, Philologe, Lehrer, Journalist, Kinderliederautor, Aphoristiker und Schriftsteller

Nur wer sich im Kreis bewegen kann,
findet den Mittelpunkt seines Lebens.

© Reiner Klüting (*1955), deutscher Gymnasiallehrer und Aphoristiker

Quelle: Klüting, Notizen, Sentenzen und Aphorismen, Aphoristisches Wörterbuch von Reiner Klüting

In-sich-Gehen ist schwieriger als Außer-sich-Sein.

© Walter Ludin (*1945), Schweizer Journalist, Redakteur, Aphoristiker und Buchautor, Mitglied des franziskanischen Ordens der Kapuziner

Ich bin ganz außer mir und weiß nicht,
wie ich wieder in mich einsteigen soll.

© Arthur Feldmann (1926 - 2012), österreichisch-jüdischer Schriftsteller, 1939 Emigration nach Israel als Aharon Shadmoni, 1956 als André Chademony in Frankreich eingebürgert

Quelle: Feldmann, Kurznachrichten aus der Mördergrube oder Die große Modeschau der nackten Könige, 1993

Wer in sich geht, darf nicht erschrecken, wenn er ankommt.

© Klaus Klages (*1938), deutscher Gebrauchsphilosoph und Abreißkalenderverleger

Quelle: Klages, Das Schlimmste für den Humor ist der Ernstfall. Sprüche und Aproporismen, Up-to-Date-Kalender AG 2003