59 Zitate über Sittlichkeit.

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Es gibt keine mächtigere Stütze der Sittlichkeit als den Neid.

Emanuel Wertheimer (1846 - 1916), deutsch-österreichischer Philosoph und Aphoristiker ungarischer Herkunft

Quelle: Wertheimer, Aphorismen, Gedanken und Meinungen, 1896

Die wahre Tugend ist in jeder Stunde ganz bei dem, was sie in dieser Stunde zu tun hat; alles übrige ist nicht ihre Sorge und sie überläßt es dem, dessen Sorge es ist.

Johann Gottlieb Fichte (1762 - 1814), deutscher Theologe und Philosoph

Quelle: Fichte, Das System der Sittenlehre nach den Prinzipien der Wissenschaftslehre, 1798. 3. Hauptstück, § 20. Über die allgemeinen bedingten Pflichten

Der Zuhälter ist das Vollzugsorgan der Unsittlichkeit. Das Vollzugsorgan der Sittlichkeit ist der Erpresser.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Quelle: Kraus, Pro domo et mundo, 1919

Die Sittlichkeit nimmt ab, und die Sittenlehrer fangen an zu predigen.

Francesco De Sanctis (1817 - 1883), italienischer Literarhistoriker und Politiker, ab 1871 Professor in Neapel; begründete die moderne Literaturkritik in Italien

Quelle: Sanctis, Über die Wissenschaft und das Leben

Sittlichkeit ist das, was ohne unzüchtig zu sein mein Schamgefühl gröblich verletzt.

Karl Kraus (1874 - 1936), österreichischer Schriftsteller, Publizist, Satiriker, Lyriker, Aphoristiker und Dramatiker

Die Sittlichkeit beruht darauf, daß der Mensch seinen Willen einer höheren, gottgesetzten Ordnung konformiere; die Ordnung und deren Urheber selbst in Geist und Herz zu fassen, lehrt ihn die Religion.

Otto Willmann (1839 - 1920), Gustav Philipp Otto Willmann, deutscher katholischer Philosoph und Pädagoge

Quelle: Willmann, Didaktik als Bildungslehre nach ihren Beziehungen zur Sozialforschung und zur Geschichte der Bildung, 2 Bde., 1882/89

Kein Mensch ist würdig zu wirken für das Höchste und Reinste, dessen Hand und Herz nicht rein ist. Es gibt keine Größe, die nicht auf wahrer Sittlichkeit beruht.

Berthold Auerbach (1812 - 1882), eigentlich Moses Baruch Auerbacher, deutscher liberaler Kulturpolitiker und Schriftsteller

Quelle: Auerbach, Auf der Höhe. Roman, 1865

Sittlichkeit ist lediglich die Haltung, die man gegenüber unsympathischen Leuten annimmt.

Oscar Wilde (1854 - 1900), eigentlich Oscar Fingal O'Flahertie Wills, irischer Lyriker, Dramatiker und Bühnenautor

Quelle: Wertheimer (Hg.), Weisheiten von Oscar Wilde, übersetzt von Paul Wertheimer, Wiener Verlag, um 1910

Im Sittlichen gibt es keine Ferien.

Richard Rothe (1799 - 1867), deutscher Theologe, gilt als ein Hauptvertreter der sogenannten liberalen Theologie