57 Aphorismen und 96 Gedichte über Sommer.

Die Hitze schafft alles Flußartige weg und treibt, was Schärfe im Körper ist, nach der Haut.

Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), gilt als einer der bedeutendsten Repräsentanten deutschsprachiger Dichtung

Quelle: Goethe, Autobiographisches. Italienische Reise. 2. röm. Aufenthalt: Juni 1787 bis Apr. 1788

Lieber Freund, was für ein Sommer! Ich denke Sie mir im Zimmer sitzen, mehr Omelette als Mensch.

Friedrich Wilhelm Nietzsche (1844 - 1900), deutscher Philosoph, Essayist, Lyriker und Schriftsteller

Quelle: Nietzsche, Briefe. An Heinrich Köselitz, 30.7.1887

Unser Sommer ist nur ein grün angestrichener Winter, sogar die Sonne muß bei uns eine Jacke von Flanell tragen, wenn sie sich nicht erkälten will.

Heinrich Heine (1797 - 1856), eigentlich Harry Heine, deutscher Dichter und Romancier, ein Hauptvertreter des Jungen Deutschland, Begründer des modernen Feuilletons

Quelle: Heine, Reisebilder und Reisebriefe. Reisebilder. Dritter Teil. Reise von München nach Genua

Sommer ist die Zeit, in der es zu heiß ist, um das zu tun,
wozu es im Winter zu kalt war.

Mark Twain (1835 - 1910), eigentlich Samuel Langhorne Clemens, US-amerikanischer Erzähler und Satiriker

Quelle: zugeschrieben

Der Sommer, der vergeht, ist wie ein Freund, der uns Lebewohl sagt.

Victor Marie Hugo (1802 - 1885), franz. Schriftsteller, politisch engagiert, Mitglied der Académie Française